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17. November 2009, 16:58
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Eine Seefahrt, die ist…teuer.

Die Gesamtkosten für Schiffe in der deutschen Containerflotte sind vom Jahr 2007 auf das Jahr 2008 um rund 9,5 Prozent gestiegen. Bei den operativen Betriebskosten lag der Anstieg bei 6,6 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse der  „HSH Nordbank Betriebskostenstudie“, die von dem Kreditinstitut  in Zusammenarbeit mit den Beratungsgesellschaften Econum sowie Ernst & Young erstellt wurde.

HSH1-127x150 in Eine Seefahrt, die ist…teuer.

Hauptverantwortlich für diesen  Zuwachs sind die Aufwendungen für die Heuer, die rund die Hälfte der operativen Betriebskosten ausmachten und im Berichtszeitraum mit 18 Prozent außergewöhnlich stark gestiegen sind, so die Studie. „Der Anstieg der Kosten für die Heuer resultiert generell aus der Knappheit an Seeleuten“, sagte Harald Kuznik, Global Head of Shipping der HSH Nordbank. Insbesondere das Angebot an qualifizierten Offizieren sei klein.

Ebenfalls gestiegen seien die Versicherungskosten, was sich nach Einschätzung der HSH-Research-Abteilung auch auf das Gefahrenpotenzial der Piraterie zurückführen lässt. Der Trend zum Poolen von Versicherungsrisiken zwischen verschiedenen Schiffen und Reedern halte an, nicht zuletzt um die Gewinnaufschläge der Versicherungsgesellschaften zu vermeiden. In der Kaskoversicherung (Hull & Machinery) rechnen die Experten jedoch angesichts sinkender Schiffswerte kurzfristig mit niedrigeren Prämien.

HSH-Schiffsbetriebskosten1 in Eine Seefahrt, die ist…teuer.

Die  betriebswirtschaftliche Ergebnisrechnung für 2008 habe ergeben, dass in allen Clustern gute (kleinere Schiffe) bis sehr gute (größere Schiffe) operative Ergebnisse (vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) erzielt werden konnten. Allerdings sei für die Jahre 2009 und 2010 mit deutlich sinkenden Nettoerlösen aufgrund gesunkener Charterraten zu rechnen. Dieser Effekt dürfte durch das zumindest vorübergehende Aufliegen von Containerschiffen verstärkt werden. Schon heute lägen etwa 700 von rund 4.800 Flottenschiffen ohne Beschäftigung auf.

Die Schiffsunterhaltskosten hätten sich erstmals seit mehr als drei Jahren rückläufig entwickelt. Bis auf Schiffe der Größe 1.300 bis 1.999 TEU und 3.000 bis 3.999 TEU werden teils starke Rückgänge bei den Unterhaltskosten verzeichnet.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schiffsunterhaltskosten im Schnitt um rund 9,3 Prozent gesunken. Ursächlich waren die durch den Ölpreis rückläufigen Kosten für Schmierstoffe, so die Studie. Daneben sind die Unterhaltskosten unmittelbar durch den Bereederer beeinflussbar: Kostenintensive technische Maßnahmen können in die Zukunft verschoben werden, soweit Sicherheit und Funktionalität der Schiffe nicht unmittelbar tangiert sind.

Wie die HSH-Nordbank mitteilt wurden für die Studie Daten aus 259 Jahresabschlüssen des Jahres 2008 erfasst und empirisch ausgewertet. Gemessen an der deutschen Containerschiffsflotte stellt dies einen Anteil von rund 16 Prozent dar. (af)

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