Dubai-Fonds: Millionen in den Wüstensand gesetzt
Drei Fragen an Anlegeranwalt und Dubai-Fonds-Experte Jens-Peter Gieschen von der Bremer Kanzlei KWAG:
cash-online: Wie schlimm ist es um die Investments von Anlegern geschlossener Dubai-Fonds bestellt?
Gieschen: Wer jetzt noch investiert ist, wird auf absehbare Zeit keine Ausschüttungen erhalten und muss damit rechnen, dass die Fondsgesellschaften “Nachschüsse” zur Abwendung einer Insolvenz anfordern werden.
cash-online: Ist die Gefahr von Totalverlusten real?
Gieschen: Ja, zur Zeit ist ein Totalverlust wahrscheinlicher als eine kurzfristige Erholung. Viele Fonds haben ja schon im letzten Jahr die versprochenen Renditen nicht erreicht oder Ausschüttungen gleich ganz eingestellt. Es ist kaum erkennbar, wie hier “Restrukturierungsmaßnahmen” greifen sollen. Die Probleme sind systemimmanent und können auf Fondsebene überhaupt nicht gelöst werden.
cash-online: Bei welchen Anbietern ist die Lage besonders kritisch?
Gieschen: Insbesondere Fonds, die nur mit Kaufoptionen gehandelt haben – dem sogenannten “Flipping”  - werden sich nicht wieder erholen. Dieser Markt ist schlicht zusammengebrochen. Bei allen anderen kommt es auf die Vertragspartner an, ob hier zumindest noch ein Teil der Anlegergelder gesichert werden können.
Fotos: Mathias Ohanian, KWAG




















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Ich bin selbst am Dubai Direkt Fonds der quickfunds GmbH beteiligt – dieser Fonds und die Initiatorin quickfunds haben sich als die reine Katastrophe herausgestellt! Erst verkaufen – flippen – die alle Verträge von Fonds 1 an den Folgefonds 2 (Schneeball), dann stellt sich heraus, dass die quickfunds-Leute 165 Verträge falsch im Namen des ersten Fonds unterschrieben haben, die eigentlich vom zweiten Fonds gekauft werden sollten, dann verschieben die Gelder zwischen ihren drei Fonds hin und her, ganz nach Belieben, und nun sind sie natürlich Pleite, weil es sich ausgeflippt hat! Und was machen die: holen sich das Geld von den Anlegern des ersten Fonds zurück, um damit die anderen Fonds noch ein paar Wochen über Wasser zu halten! – Natürlich alles, ohne dass etwas von “Flippen” in den Prospekten steht – dort steht nur, dass Wohnungen gekauft und fertig gebaut werden, nichts von flippen. – Zum Glück gibt es eine transparente Website über diesen Fall: http://www.iwus.de.
Kommentar von Günter Goebel — 3. Dezember 2009 @ 18:01
… übrigens hat Anwalt Hartmut Göddecke, der berühmte Anlegerschützer, der jetzt auf Seiten der ACI-Anleger steht, quickfunds bei ihren dubiosen Geschäften beraten. Angeblich hatte Göddecke keine Einwände, einfach von DDF-Fonds 1 an DDF-Fonds 2 zu “flippen”!
Kommentar von Günter Goebel — 3. Dezember 2009 @ 18:04
Aktuell gibt es für keinerlei Dubai Direkt Fonds eine Bilanz und alle Beteiligten halten sich in Schweigen
Kommentar von Harry Mitzkewitsch — 27. Januar 2010 @ 17:44
Gier frist Hirn! Wer glaubt, ohne deutlichen Risikoaufschlag 15-20% p.a. erwirschaften zu können, was ich bereits als zocken betrachte, muss verrückt sein. Ein Immobilienfonds in Deutschland, offen oder geschlossen, bringt 5-6% p.a. Bei einem risikolosen Zins von 1% und ist die Marktrendite von 4-5% doch ein ordentliches Ergebnis. Ertrag über der Inflation, alles gut. Warum glaubt nur jeder, die Märkte funktionieren im Ausland (Dubai, Indien, China) anders und besser??? Es darf sich aus meiner Sicht niemand beschweren. Denn es gilt: Kaufe nicht, was du nicht verstehst.
Kommentar von Stefan Prüß — 8. April 2011 @ 09:46