Anzeige
Anzeige
24. Juni 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Globaler Private-Equity-Markt gelähmt

Die Investitionen der internationalen Private-Equity (PE)-Fonds sind im ersten Quartal weltweit dramatisch eingebrochen. Nach neuesten Erhebungen des Schweizer PE-Dachfonds SCM Strategic Capital Management ist der Markt in den USA um 55 und in Europa um 40 Prozent geschrumpft und damit fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Lediglich in Asien nahmen die Investitionen um acht Prozent zu. Für das vergangene Geschäftsjahr attestiert die Studie nahezu eine Halbierung des Transaktionsvolumens. In Deutschland, dem laut SCM zweitwichtigsten Investitionsmarkt nach Großbritannien, wurden zwölf Milliarden Euro angelegt, nach 24 Milliarden Euro in 2007.

Beim Einwerben von Investorengeldern, dem sogenannten Fundraising, stellt sich die Situation der Untersuchung zufolge indes weniger kritisch dar, als häufig von Marktbeobachtern kolportiert. Mit rund 400 Milliarden Euro an Neugeldern hat sich die Branche, so die SCM-Daten, auf dem relativen hohen Niveau von 2007 stabilisiert. Allerdings zeigte die Tendenz im zweiten Halbjahr 2008 deutlich nach unten, ein Trend, der im ersten Quartal 2009 anhielt.

In Europa (inklusive Osteuropa ohne Russland) sammelten die PE-Häuser im letzten Jahr mit 62,3 Milliarden Euro mehr Mittel ein als 2007 (57 Milliarden Euro). Davon entfielen fünf Prozent auf Venture- und elf Prozent auf Growth-Capital-Fonds. Beide Anlageklassen bewegten sich damit etwa auf Vorjahresniveau. Den Löwenanteil von 57 Prozent machten wie gewohnt Buy-Out-Fonds aus, deren Anteil aber kontinuierlich schrumpft (2005: 74 Prozent; 2006: 70 Prozent; 2007: 66 Prozent).

SCM stellt seit Mai eine leichte Entspannung der Kreditmärkte fest und geht davon aus, dass es im Falle einer Wiederbelebung des Marktes keine Kapitalengpässe gibt. Das Unternehmen beziffert den Mittelüberhang der Branche aufgrund der hohen Neugeldzuflüsse zwischen 2006 und 2008 auf etwa 500 Milliarden Euro. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Renten sollen um 1,9 (West) und 3,6 Prozent (Ost) steigen

Die Renten in Deutschland sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen. Das teilte das Bundessozialministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag er bei 94,1 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Legg Mason legt neuen High-Yield-Fonds für Instis auf

In Deutschland haben viele Anleger immer noch stark mit den negativen Realzinsen zu kämpfen. Legg Mason will von diesem Trend profitieren und bietet ein Fonds, der in hochverzinsliche Wertpapiere anlegt, für professionelle Investoren an.

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...