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7. April 2009, 00:00
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Massengutfrachter: Mehr Abwrackungen als Neubauten

Ungeachtet der hohen Anzahl an Neubauten ist der weltweite Bestand an Massengutfrachtern (Bulker) im November und Dezember 2008 wegen vermehrter Verschrottungen geschrumpft. Darauf wies C. Thomas Rehder, Chef der Carsten Rehder Schiffsmakler und Reederei GmbH & Co. KG sowie Vorsitzender der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler und Schiffsagenten, bei einer Veranstaltung des Hamburger Emissionshauses Ownership hin.

Wegen des sehr schwachen Marktes wurde in den beiden letzten Monaten 2008 jeweils deutlich mehr Tonnage aus dem Markt genommen als durch Neuablieferungen hinzu kam, so Rehder auf Basis von Daten des britischen Beratungsunternehmens Drewry.

Rehder sieht weiteres Abwrackpotential in erheblicher Größenordnung, vor allem bei den kleineren Frachtern (?Handysize?). In dieser Größenklasse waren Mitte 2008 nach der Erhebung DNV Bulk Carrier Market Overview fast zwei Drittel (63 Prozent) der Schiffe älter als 20 Jahre. In den anderen Segmenten sind zwischen 20 und 26 Prozent der Frachter schon mehr als zwei Jahrzehnte auf den Weltmeeren unterwegs. Insbesondere der Betrieb von mehr als 25 Jahre alter Tonnage sei bei dem aktuellen Ratenniveau nicht mehr wirtschaftlich, so Rehder.

Das Orderbuch war Ende 2008 gemessen an der Tragfähigkeit mit 71 Prozent der fahrenden Flotte allerdings noch immer extrem voll, wobei sich die Bestellungen vor allem auf große Bulker mit mehr als 80.000 Tonnen konzentrieren. Rehder erwartet aber massive Annulierungen von Neubaubestellungen durch den Ausfall von Finanzierungen und die Schließung von geplanten oder neu entstandenen Werften (?greenfield yards?) in China. Drei koreanische Werften hätten zudem bereits die Produktion eingestellt.

Der Flottenzuwachs ab 2009 werde erheblich geringer ausfallen als prognostiziert, sagte Rehder. Mittelfristig sei eine Ratenerholung zu erwarten, ?die wahrscheinlich deutlich über dem historisch langfristigen Durchschnitt liegen wird?. Die Fundamentaldaten seien trotz des Markteinbruchs langfristig positiv, so Rehder. (sl)

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