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14. August 2009, 00:00
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MPC-Platzierung: Aufwärtstrend im zweiten Quartal

Das Hamburger Emissionshaus MPC Capital hat sein Platzierungsvolumen im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten 2009 auf 42 Millionen nahezu vervierfacht. Mit einem Halbjahresergebnis von knapp 54 Millionen Euro platziertem Kapital liegt das im SDax notierte Unternehmen dennoch deutlich unter dem Vergleichswert von rund 295 Millionen Euro aus dem Vorjahr.

Starke Einbrüche in den klassischen Segmenten

Immobilienfonds des Initiators warben im ersten Halbjahr knapp 20 (Vorjahr: 102) Millionen Euro ein. Bei dieser Assetklasse zeigt der Trend aber nach oben. Die Platzierung legte zwischen Anfang April und Ende Juni um 32 Prozent zu. Unternehmerischen Beteiligungen, zu denen auch Schiffsfonds zählen, flossen in der ersten Jahreshälfte 11,5 (148) Millionen Euro zu, Lebensversicherungsfonds 0,6 (38,2) Millionen Euro.

Verbessern konnten sich lediglich Private-Equity-Produkte, die 2,4 (0,1) Millionen Euro einsammelten. Stabil zeigten sich Energie- und Rohstofffonds, die 20,5 (23,2) Millionen Euro platzierten und im vergangenen Quartal mit einem Plus von 38 Prozent das vertriebsstärkste Produktsegment darstellten.

Konzernverlust im zweistelligen Millionenbereich

Der Konzern weist im ersten Halbjahr einen Verlust von 41 Millionen Euro aus, im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von rund einer Million Euro verzeichnet. Insbesondere die schwierige Situation an den internationalen Schifffahrtsmärkten habe in diesem Jahr zu weiteren Sondereffekten und Wertberichtigungen geführt, erklärt das Unternehmen.

Die rund 40-prozentige HCI-Beteiligung verbucht MPC unverändert mit 61 Millionen Euro in der Bilanz. Das bedeutet, es hat seit Jahreswechsel keine weiteren Wertkorrekturen gegeben. Im vergangenen Herbst hatte MPC 80 Millionen Euro auf die Beteiligung abgeschrieben. HCI hat die Veröffentlichung seines Halbjahresfinanzberichts auf das Monatsende verschoben (cash-online berichtete hier).

Kostensenkungsprogramm zeigt erste Wirkung

Unterdessen werde das zu Jahresbeginn gestartete Sparprogramm “rasch und konsequent” fortgesetzt, wie MPC mitteilt. Im Berichtszeitraum seien die betrieblichen Aufwendungen bereits um rund 23 Prozent reduziert worden. Die Mitarbeiterzahl sank von 381 zum Jahreswechsel auf jetzt 295.

Noch in diesem Monat wollen die Hanseaten den klassischen Immobilienfonds “MPC Holland 70” und den Energie- und Rohstofffonds “MPC Bionergie” in den Vertrieb schicken. Anleger können sich damit an der Investition in ein Biomassekraftwerk in Brasilien beteiligen. Das Eigenkapitalvolumen beider Fonds soll zusammen rund 50 Millionen Euro betragen.

Vertriebsstopp für Schiffsbeteiligung “CPO Hamburg”

Gestoppt wurde unterdessen der Vertrieb der im vergangenen Oktober lancierten Container-Schiffsbeteiligung “CPO Hamburg”. Mit der Entscheiung habe man im Einvernehmen mit der Reederei Claus-Peter Offen sowie im Interesse der Anleger auf das “veränderte Chance-Risiko-Profil” reagiert, heißt es im Finanzbericht.

Für das Gesamtjahr 2009 geht MPC weiterhin von einem nahezu ausgeglichenen operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Sondereffekten und Wertberichtigungen aus. (hb)

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