Anzeige
Anzeige
11. Juni 2010, 11:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVK: Private-Equity-Fonds sitzen auf gefüllten Kassen

Die Beteiligungsgesellschaften am deutschen Private-Equity-Markt stehen unter Investitionsdruck: Aktuell verfügen sie über flüssige Mittel in Höhe von fast 33 Milliarden Euro, wie eine Umfrage zeigt. Um dem Mittelstand den Zugang zu diesen Geldern zu erleichtern, fordert der Branchenverband BVK die Politik zum Handeln auf.

D Rteh Ppner1-127x150 in BVK: Private-Equity-Fonds sitzen auf gefüllten Kassen

Dörte Höppner, BVK

Allein die deutschen, im BVK organisierten Gesellschaften halten demzufolge frei verfügbare Mittel von knapp sechs Milliarden Euro. Weitere 27 Milliarden Euro kommen von den im BVK organisierten internationalen Beteiligungsgesellschaften hinzu. Bei den Geldern handelt es sich um Mittel, die im Fundraising bei professionellen Anlegern weltweit eingeworben wurden und jetzt in mittelständische und Großunternehmen in Deutschland investiert werden können.

Vier Milliarden Euro davon stehen ausschließlich für den von der KfW/Commerzbank-Initiative anvisierten Bereich der Wachstumsfinanzierung mittelständischer Unternehmen bereit. Für Mehrheitsübernahmen (die sogenannten Buy Outs), die etwa bei Nachfolgeregelungen im Mittelstand oder bei der Begleitung von Konzernteilen in die Unabhängigkeit eingesetzt werden, haben die BVK-Mitglieder rund 29 Milliarden Euro in ihren Kassen.

Deutschland gehört, gemessen an den Private-Equity-Investitionen im Verhältnis zur Wirtschaftskraft, zu den Schlusslichtern Europas. Dies liegt dem BVK zufolge nicht zuletzt an den im internationalen Vergleich undefinierten Rahmenbedingungen hierzulande. Der Verband unterstreicht deshalb nochmals seine Forderung, ein umfassendes Konzept zur Regulierung von Private Equity in Angriff zu nehmen und verweist auf seine Regulierungsvorschläge vom Herbst 2009. Die deutsche Branche bemüht sich schon seit vielen Jahren um einen einheitlichen Private Equity-Kapitalmarktrahmen, der eine aufsichts- und steuerrechtliche Regulierung deutscher Private-Equity-Gesellschaften und -Fonds umfasst.

Der Bedarf an Eigenkapitalfinanzierungen sei auch ohne die Verwerfungen der Finanz- und Wirtschaftskrise enorm, so der BVK. Leider werde die hiesige Private-Equity-Branche unter anderem durch die unklaren rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in ihren Aktivitäten gebremst. „Eine langfristige und nachhaltige Stärkung der Eigenkapitalfinanzierung kann deshalb nur über Kapitalbeteiligungsgesellschaften erzielt werden. Und hierfür muss der Staat vor allem die richtigen Rahmenbedingungen schaffen“, fordert Dörte Höppner, Geschäftsführerin des BVK. (hb)

Foto: BVK

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...