Anzeige
Anzeige
4. Oktober 2010, 15:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Investitionsquoten: Gut aussehen alleine reicht nicht!

Anleger sollten sich von hohen Investitionsquoten nicht blenden lassen, denn auch bei geschlossenen Fonds gilt: Abgerechnet wird zum Schluss.

Gastkommentar: Malte Hartwieg, Geschäftsführer Dima 24.de

Malte Hartwieg Klein-127x150 in Investitionsquoten: Gut aussehen alleine reicht nicht!Investmentfonds, Aktien oder Anleihen: Geldanlageprodukte sind immer mit Kosten verbunden, wie eine Ausgabeaufschlag oder eine Ordergebühr. Bei geschlossenen Fonds ist dies nicht anders: Agio, Marketing-, Vertriebs- oder Projektierungskosten gehören zu den Ausgaben, auf die ein Initiator nicht verzichten kann. Sie werden üblicherweise direkt vom eingezahlten Anlegerkapital abgezogen. Die Summe des Kapitals, das tatsächlich ins Objekt fließt, wird Investitionsquote genannt und findet sich in der Mittelverwendungsrechnung des Fondsprospekts. In den unterschiedlichen Fondssegmenten reicht die Bandbreite der Investitionsquoten von 80 bis 100 Prozent.

Der Vorteil einer hohen Investitionsquote scheint auf den ersten Blick klar: Je höher die Investitionsquote, desto mehr Geld fließt ins Investment. Die Folge: Ein erhöhter Eigenkapitaleinsatz zum Erwirtschaften der Rendite und ein Plus an wirtschaftlicher Sicherheit. Doch ganz so einfach ist es nicht!

Denn: Weder der Initiator von geschlossenen Fonds noch sonst ein wirtschaftlich geführtes Unternehmen haben Geld zu verschenken. Das bedeutet: Wirbt ein Fonds mit einer hohen Investitionsquote, werden diese häufig an anderer Stelle gedeckt. Dies kann durch einen erhöhten prozentualen Anteil des Initiators an den laufenden Auszahlungen sein, eine Bonuszahlung bei erfolgreicher Auflösung der Fondsgesellschaft am Ende der Laufzeit oder einen hohen Fremdfinanzierungshebel.

Der Anleger darf sich von einer hohen Investitionsquote also nicht blenden lassen. Sie sieht zwar gut aus, ist aber noch kein Garant für den Erfolg der Beteiligung. Der Anleger sollte immer das Fondskonzept samt Kosten im Ganzen kritisch betrachten. Scheint dies plausibel und der Initiator glaubwürdig, versprechen auch Fonds mit niedrigeren Investitionsquoten eine ansprechende Rendite. Letztendlich gilt aber für jede Art von unternehmerischer Beteiligung: Abgerechnet wird am Schluss!

Foto: dima 24.de

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...