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17. März 2010, 13:03
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Umfrage: Einzelhandelsinvestoren optimistischer

Die Stimmung unter Einzelhandelsinvestoren hat sich deutlich verbessert. Das hat eine aktuelle Umfrage der Hahn Gruppe – die im Markt als Asset Manager und Emissionshaus aktiv ist – unter Marktteilnehmern aus dem Einzelhandel und der Immobilieninvestmentbranche ergeben.

Familie-127x150 in Umfrage: Einzelhandelsinvestoren optimistischerDemnach gehen 53 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass das Transaktionsvolumen in diesem Jahr ansteigen wird. 70 Prozent der befragten Investoren wollen moderat oder stark zukaufen. Auch bei den Kaufpreiserwartungen gibt es der Befragung zufolge im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung. Nur noch zehn Prozent der Befragten rechnen mit fallenden Preisen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 40 Prozent. Für dieses Jahr gehen 80 Prozent der Befragten von einer Stabilisierung des Preisniveaus aus.

Die Ergebnisse der Expertenumfrage sind ein Update zum Hahn Retail Real Estate Report, der zuletzt im September 2009 veröffentlicht wurde. Befragt wurden 30 Entscheidungsträger internationaler Immobileninvestoren und 40 Expansionsverantwortliche des großflächigen Einzelhandels in Deutschland. Die Befragung erfolgte im Auftrag der Hahn Gruppe durch die Valid Research Marktforschung GmbH.

Core-Objekte gefragt, Risikobereitschaft der Investoren nimmt aber zu

Gefragt sind weiterhin Core-Immobilien: Zwei Drittel der Befragten folgen dieser Investmentstrategie. Die Risikobereitschaft nimmt jedoch wieder zu. Dies lasse sich am gestiegenen Interesse an Value-Added und opportunistischen Investments ablesen. Jeweils rund 17 Prozent haben diese Risiko-Profile gewählt.

Für 73 Prozent der befragten Investoren ist der deutsche Markt im europäischen Vergleich überdurchschnittlich attraktiv. “Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Stabilität und die Marktgröße in Deutschland sind die dominierenden Kaufargumente”, so Dr. Michael Nave, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe. Über 90 Prozent der Befragten gaben an, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Stabilität des deutschen Einzelhandels im internationalen Vergleich für die Attraktivität des deutschen Marktes ausschlaggebend seien. 73 Prozent nannten das Preis- und Renditeniveau.

Handelsimmobilien werden innerhalb des Gewerbeimmobiliensegments präferiert: 80 Prozent der Investoren trauen dem Markt für Handelsimmobilien eine überdurchschnittliche Stabilität und Dynamik zu. Im Vergleich zu anderen Nutzungsarten betrachten 77 Prozent der Befragten den Handelsimmobilienmarkt als weniger anfällig und gehen davon aus, dass er sich schneller als andere Immobilienteilmärkte erholen wird. Die derzeit gefragtesten Betriebsformate unter den Handelsimmobilien bei Immobilieninvestoren sind der Umfrage zufolge wie schon im Vorjahr Fachmarktzentren und Shopping-Center. Bei Zukäufen im Jahr 2010 beabsichtigen insgesamt 76 Prozent der Investoren den stärksten Fokus auf Fachmarktzentren zu legen, 57 Prozent auf Shopping-Center. Auch die Preiserwartungen für Fachmarktzentren und Shopping-Center sind im Vergleich zu anderen Handels-Objekttypen überdurchschnittlich positiv. 73 Prozent der Investoren rechnen mit stabilen Kaufpreisen für deutsche Shopping-Center in den nächsten zwölf Monaten, 17 Prozent mit steigenden Preisen. Für Fachmarktzentren erwarten sogar 30 Prozent der befragten Investoren steigende Kaufpreise.

Händler optimistisch

Auch die Vertreter des Handels zeigen sich der Erhebhung zufolge optimistisch für das Jahr 2010. 85 Prozent der befragten Händler rechnen mit stabilen oder steigenden Umsätzen. Im Vorjahr waren es nur 68 Prozent. Die positive Einschätzung für 2010 sei umso erstaunlicher, da ein Großteil der Händler stabile bis leicht sinkende Verkaufspreise erwartet. Die Flächennachfrage werde auf einem hohen Niveau bleiben. 83 Prozent rechnen mit stabiler oder steigender Flächennachfrage. Drogerie-, Bau- und Unterhaltungselektronikmärkte wollen am stärksten expandieren. Standorte, die aufgrund baurechtlicher Rahmenbedingungen und der Genehmigungspraxis der Städte leichter verfügbar sind, wie Innenstadtlagen, City-Randlagen und Wohnschwerpunkte, stehen bei den Expansionsplänen der Händler besonders im Fokus. (te)

Foto: Shutterstock

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