Anzeige
25. Juli 2011, 18:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

INP emittiert weiteren Sozialimmobilienfonds

Das Hamburger Emissionshaus INP Holding AG bietet die Beteiligung an einer Pflegeeinrichtung im niedersächsischen Wolfenbüttel an. Knapp 5,5 Millionen Euro des Gesamtinvestitionsvolumens von 12,5 Millionen Euro wollen die Hanseaten bei Privatanlegern einwerben.

INP Neu-127x150 in INP emittiert weiteren SozialimmobilienfondsDas Objekt des neuen Fonds 11. INP Deutsche Pflege Wolfenbüttel GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2009 fertiggestellt, beherbergt insgesamt 129 Pflegeplätze und weist aktuell eine Auslastung von mehr als 95 Prozent aus. Wie der Initiator weiter mitteilt, werde das Objekt von der DSG Deutsche Seniorenstift Gesellschaft betrieben, mit der ein indexierter Mietvertrag über einen Zeitraum von 20 Jahren zuzüglich mehrerer Verlängerungsoptionen geschlossen wurde. Der Einkaufspreis habe lediglich das 12,9-fache der anfänglichen Jahresmiete betragen.

Anleger können ab einer Zeichnungssumme von 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio einsteigen. Die prognostizierten Auszahlungen betragen anfänglich 6,5 Prozent pro Jahr und sollen über die kalkulierte Fondslaufzeit bis Ende Juli 2026 auf acht Prozent der Einlage steigen. Sie sollen monatlich ausbezahlt werden. INP stellt den Kommanditisten in diesem Zeitraum einen Gesamtmittelrückfluss von 215 Prozent vor Steuern in Aussicht. (af)

Foto: INP Holding AG

Anzeige

2 Kommentare

  1. Sozialimmobilienfonds klingt erst einmal gut. Nur handelt es sich beim kauf des Pflegewohnstift Steinhäuser Gärten in Wolfenbüttel ja um ein Anlageobjekt, für das Anleger Anteile erwerben können und für das durch die INP Holding eine Rendite von anfänglich 6,5 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt werden.

    Auf der anderen Seite muss das Pflegeheim bereits jetzt auf ungelernte Zeitarbeitskräfte (z. B. Hausfrauen, 400 EUR Jobber und andere Billiglohnkräfte) zurückgreifen.

    Wie kann also eine Rendite von 6,5 Prozent erzielt werden? Erst Anfang des Jahres gab es Verhandlungen mit den Krankenkassen und die Unterbringungskosten wurden erhöht, zeitgleich reicht die Anzahl gelernter Vollzeitpflegekräfte nicht mehr aus (angeblich bei einer Auslastung der Einrichtung von 95 Prozent) und die Fluktuation ist aufgrund der Arbeitsbedingungen hoch. Bezugspflege ist also ebenfalls nicht realisierbar.

    Wie also kann eine prognostizierten Gewinnerwartung von bis zu 8 Prozent (trotz Finanzkrise und Immobilienpreis-Verfall) erzielt werden, ohne an anderer Stelle zu sparen oder kräftig die Kosten für Bewohner zu erhöhen bzw. die Gewinne zu Lasten der Sozialträger und der Allgemeinheit zu erzielen?

    Oder ist die INP ein gemeinnütziger Verein und reinvestiert 100 % in die Einrichtungen? Welche ethischen Standards hat INP bzw. dieser Fonds?

    Der Gewinn wird also durch erhebliche unsoziale Kostensteigerungen für Bewohner und Allgemeinheit sowie durch saftige Einsparungen bei der Pflege (Arbeitskräfte) und Qualität erzielt… wo bleibt da die Regulierung? Spekulation mit der Not anderer – pfui.

    Kommentar von T. Gehrmann — 14. August 2011 @ 15:13

  2. […] 26. Jul, 2011 0 Comments Das Hamburger Emissionshaus INP Holding AG bietet die Beteiligung an einer Pflegeeinrichtung im niedersächsischen Wolfenbüttel an. Knapp 5,5 Millionen Euro […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen […]

    Pingback von INP emittiert weiteren Sozialimmobilienfonds | Mein besster Geldtipp — 26. Juli 2011 @ 07:03

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...