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31. Januar 2011, 17:06
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Neuartiges Forstinvestment in den Startlöchern

Das Hamburger Emissionshaus Jäderberg & Cie. will ab März 2011 mit dem Vertrieb des Publikumsfonds JC Indian Sandalwood 2 beginnen. Dessen Anleger investieren in die weltweit größte Plantage für indisches Sandelholz in Australien und sollen an dem Wertzuwachs der Stämme und den Verkaufserlösen der unterschiedlichen Holzprodukte beteiligt werden.

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Die Sandelholzplantage in Australien

Wie der Initiator mitteilt, zähle das Tropenholz zu den wertvollsten der Welt. Insbesondere das aus seinem Kernholz durch Destillation gewonnene Öl sei sehr kostbar und werde in verschiedenen Branchen eingesetzt: Wegen seiner Trägerstoffeigenschaften und Aromen nutzen es die Parfumhersteller, die Pharmaindutrie schätzte die antibiotische und antiseptische Wirkung ebenso wie die Kosmetikindustrie. Das Holz werde beispielsweise bei der Herstellung von Räucherstäbchen benötigt, die bei religiösen und kulturellen Zeremonien milliardenfach in Asien verwendet würden.

Weil der weltweite Bedarf seit fast zwanzig Jahren nicht mehr gedeckt werden könne, sei der Preis für eine Tonne Kernholz von umgerechnet etwa 3.500 Euro im Jahr 1990 auf rund 85.000 Euro im Jahr 2009 gestiegen. Das habe den illegalen Raubbau der natürlichen Bestände in Indien und Indonesien gefördert und zu strengen Exportbeschränkungen geführt. Angaben des Emissionshauses zufolge beläuft sich die weltweite Nachfrage nach indischem Sandelholz auf etwa 8.000 Tonnen jährlich bei einem Angebot von rund 2.000 Tonnen jährlich, von denen jedoch nur 400 Tonnen nachweislich aus legaler Quelle stammten.

Das australische Agrarunternehmen TFS (Tropical Forestry Services) betreibt in der Kimberley Region im Nordwesten des Landes gegenwärtig die mit 3.700 Hektar weltweit größte Plantagenfläche mit Indischem Sandelholz nebst einer Sandelholz-Destillerie. Gemeinsam mit zwei anderen institutionellen Investoren habe Jäderberg & Cie. die neuen Plantagen für die Bepflanzung in 2011 erworben und wolle die Anleger zusätzlich zum biologischen Wachstum der Bäume auch an den Erlösen aus dem Verkauf der weiterverarbeiteten Öl- und Holzprodukte beteiligen. Die Märkte dafür in Indien, China, dem Mittleren Osten, Europa und den USA seien etabliert. „Durch diese vertikale Integration der Wertschöpfungskette kann das Renditepotenzial für die Investoren erheblich gesteigert werden. Außerdem vereint das Investment attraktive Ertragschancen mit einer nachhaltigen, umweltfreundlichen und sozial verträglichen Umsetzung“, so Peter Jäderberg, geschäftsführender Gesellschafter der Jäderberg & Cie., die seit November 2010 das Investment als Private Placement (JC Indian Sandalwood 1) anbietet.

Der Publikumsfonds hat ein Emissionsvolumen von 15 Millionen Australischen Dollar (etwa 11 Millionen Euro), die Mindestbeteiligungssumme liegt bei 25.000 Australischen Dollar (rund 18.000 Euro) plus fünf Prozent Agio. Die Offerte ist auf eine Laufzeit von 15 Jahren ausgelegt, wobei bereits ab 2014 die erste Ausschüttung in Höhe von 29 Prozent der Einlage vorgesehen ist. Die vollständige Rückzahlung des Investments ist nach sieben Jahren vorgesehen. Bis zum Ende der Laufzeit sollen die Anleger das 6,7-fache ihrer Einlage zurückbekommen. Ein Prozent der Erlöse sind fü Sozialprojekte des Plantagenbetreibers TFS vorgesehen. (af)

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4 Kommentare

  1. Ein neuartiger Fonds von einem neuen Anbieter. Durch die Gesetzesverschärfung wird es sowas zukünftig kaum noch geben.
    Deutlich erfahrener sind Anbieter wie Jamestown oder Forest Finance. Bei letzter habe ich vor Jahren einen “WaldSparvertrag” abgeschlossen.

    Kommentar von Dieter Hebel — 2. Juli 2011 @ 16:33

  2. Das Emissionshaus ist erst vor wenigen Monaten gegründet worden.
    Sicherer sind die Waldfonds von Jamestown (ab 21.000) und Nordcapital (ab 15.750). Man sollte jedoch erstmal kleiner in Wald investieren, z.B. ab 3.500 Euro bei Lignum, oder ab 2.250 Euro bei GreenAcacia oder sogar nur 33 Euro monatlich beim BaumSparVertrag.

    Kommentar von Forstinvestor — 7. Februar 2011 @ 19:05

  3. ohooo… klingt gut, aber ist das realistisch? wo ist mein taschenrechner…

    Kommentar von Emmi Zion — 2. Februar 2011 @ 15:47

  4. aha…

    Der Publikumsfonds hat ein Emissionsvolumen von 15 Millionen Australischen Dollar (etwa 11 Millionen Euro), die Mindestbeteiligungssumme liegt bei 25.000 Australischen Dollar (rund 18.000 Euro) plus fünf Prozent Agio. Die Offerte ist auf eine Laufzeit von 15 Jahren ausgelegt, wobei bereits ab 2014 die erste Ausschüttung in Höhe von 29 Prozent der Einlage vorgesehen ist. Die vollständige Rückzahlung des Investments ist nach sieben Jahren vorgesehen. Bis zum Ende der Laufzeit sollen die Anleger das 6,7-fache ihrer Einlage zurückbekommen. Ein Prozent der Erlöse sind fü Sozialprojekte des Plantagenbetreibers TFS vorgesehen. (af)

    Kommentar von Maja — 2. Februar 2011 @ 15:33

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