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13. Juli 2011, 16:28
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Zweitmarkt-Pionier Beneke kontert DZAG

Die Regulierung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds scheidet die Geister. Nachdem DZAG-Vorstand Björn Meschkat sich gegen die Forderungen des Branchenverbands VGF ausgesprochen hat, nimmt nun ein Akteur der ersten Stunde Stellung.

Gastkommentar: Wilfried Beneke, Beneke Zweitmarkt

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Wilfried Beneke

Die Beneke Zweitmarkt AG bedauert auch die teilweise mangelhafte Beratungsqualität im Zweitmarkt durch zumeist neue oder abhängige Makler. Im Gegensatz zur Forderung der DZAG sprechen wir uns jedoch eindeutig für den Anleger und damit gegen die kostenintensive Forderung nach Regulierung aus, auch wenn sie fälschlicherweise als „Anlegerschutz“ bezeichnet wird.

Die nicht unerheblichen Nachteile (beispielsweise Verzögerungen, weniger Service, weniger Transparenz, weniger Alternativen, größere Abhängigkeit) einer weiteren Bürokratisierung trägt der Anleger. Es ist auch nicht zu erwarten, dass der dann eingeschränkte Wettbewerb zu einer Kostensenkung für den Anleger führt – das Gegenteil ist zu erwarten.

Schon jetzt erschweren einige Emissionshäuser und Treuhänder aus Eigeninteresse den freien Handel im Zweitmarkt – zum Nachteil ihrer Kunden und Mandanten. Mutwillige Verzögerungen, Vorkaufsrechte und Umschreibgebühren dienen vornehmlich den finanziellen Interessen der Initiatoren und Treuhänder – nicht ihren Kunden.

Finanzielle Eigeninteressen von Initiatoren behindern den Zweitmarkt

Einer der wenigen Nachteile geschlossener Fonds ist die oft lange Laufzeit und die fehlende Möglichkeit eines vorzeitigen Ausstiegs. Ein unbehinderter, freier Zweitmarkt könnte den Anlegern die heute erforderliche Flexibilität und Liquidität bieten – zum Nutzen der Anleger und aller Marktteilnehmer. Diese, von den Investoren gewünschte, jederzeitige Handelbarkeit erleichtert den Erstvertrieb entscheidend.

Leider behindern kurzfristige finanzielle Eigeninteressen vieler Initiatoren einen freien Zweitmarkt noch immer. Aufgeklärte Investoren und Anwälte sehen in versteckten Handelshemmnissen jedoch Rückabwicklungsgründe. Der Zweitmarkt ist für viele Anleger dringend erforderlich und unabdingbar. Widerstände durch Boykott, Erschwernisse oder Bürokratie werden langfristig vom Markt bestraft.

Nach 15 Jahren Erfahrung im Handel geschlossener Fonds vertraut die Beneke Zweitmarkt AG auf die selbstreinigende Heilungskraft des freien Marktes. Zusätzliche Bürokratie, Kosten, Regulierung und Hemmnisse sind absolut überflüssig und schaden nicht nur den Anlegern, sondern der ganzen Branche.

Hobby-, Gelegenheits- und Küchenmakler kommen und gehen

Seit den Anfängen des Zweitmarktes haben wir unzählige unprofessionelle Hobby-, Gelegenheits- und Küchenmakler kommen und gehen sehen. Zeitweilig glaubte jeder branchenfremde Laie, im Internet oder mit Werbebriefen „Zweitmarkt“ betreiben zu können. Länger als zwei Jahre hat sich kaum eines dieser Unternehmen am Markt gehalten.

Der Deutschen Zweitmarkt AG (DZAG), einem respektablen und führenden Teilnehmer im Zweitmarkt, empfehlen wir Geduld. Auswüchse wird es immer geben und auch Gesetze können vor Scharlatanen nicht schützen. Langfristig werden Fachwissen, Zuverlässigkeit, geringe Gebühren, Service und Erfahrung von zufriedenen Kunden verlangt und belohnt werden. Der Markt, unsere Kunden, werden die richtige Auswahl treffen – auch ohne bürokratische Regelungen.

Für den Zweitmarkt geschlossener Fonds, unter Mitwirkung vieler seriöser und fachkundiger Akteure wie Makler, Vermittler, Börsen und Internet-Plattformen, sieht die Beneke Zweitmarkt AG einen wachsenden Bedarf, steigende Zustimmung der Anleger und eine positive Zukunft. Hoffentlich ohne die geforderte Bürokratie.

Der Gastautor ist Gründer und Vorstand der Makler- und Beratungsgesellschaft Beneke Zweitmarkt AG

Foto: Beneke Zweitmarkt AG

Blog Zweitmarkt-Erklärt des Fondshändlers bei der Beneke Zweitmarkt AG Jörg Mollowitz.

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