Anzeige
Anzeige
26. Juli 2012, 09:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Der AIFM-Umsetzungsentwurf muss nachgebessert werden”

Dass die Bundesregierung die AIFM-Richtlinie zügig umsetzen will, ist zu begrüßen. Allerdings werden dabei scheinbar falsche Prämissen gesetzt. Diesen Schluss lässt zumindest der jetzt vorliegende Entwurf eines Kapitalanlagegesetzbuches zu.

Gastkommentar von Dirk Hasselbring, CEO von Hamburg Trust

Dirk-Hasselbring-Hamburg-Trust-127x150 in Der AIFM-Umsetzungsentwurf muss nachgebessert werden

Dirk Hasselbring, Hamburg Trust

Zwar enthält sie einige positive Ansätze, beispielsweise die Bewertungspflicht durch externe geprüfte Gutachter. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt zu mehr Transparenz, wenn ich auch für einen Turnus von zwei, bis drei Jahren plädiere, wie es bei börsennotierten Aktiengesellschaften üblich ist. Auch die Begrenzung der Fremdkapitalaufnahme dient sicherlich der Schaffung einer soliden Eigenkapitalbasis für die Fonds. Allerdings halten wir 40 bis 50 Prozent für absolut ausreichend.

Wo dagegen noch Nachbesserungsbedarf besteht, sind die Begrenzung des Währungsrisikos auf 30 Prozent der Vermögensgegenstände und die Festschreibung einer Mindestzeichnungssumme von 50.000 Euro für Ein-Objekt-Fonds. Sollten diese in der vorgeschlagenen Form Gesetz werden, so bedeutet dies eine Entmündigung der Anleger und entfernt sich eher von den – absolut richtigen – Zielen Transparenz und Anlegerschutz.

Mit der Maßgabe, dass geschlossene Fonds mindestens 70 Prozent Ihrer Assets im Euroraum allokieren müssen, wird Anlegern, die beispielsweise mit gutem Grund ausschließlich in den USA oder in Australien investieren wollen, der Zugang zu diesen etablierten Märkten erheblich erschwert. Hier wird von Seiten des BMF das Währungsrisiko überwertet. Für ein erfolgreiches Investment ist die politischer und wirtschaftliche Stabilität eines Landes wichtiger, als die Tatsache, dass dessen Währung Euro heißt.

Seite 2: Die Regeln bedeuten praktisch ein Verbot der Ein-Objekt-Fonds für Privatanleger

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...