28. März 2012, 15:23
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Flugzeugfonds: Über den Wolken wird es enger

Der Wettbewerb der Flugzeugfondsinitiatoren wird härter – nicht nur untereinander – auch mit institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland. Anlegern bleibt die Wahl zwischen dem Jumbo Airbus A 380 und den Minijets Embraer 195 LR oder Bombardier CRJ 1000.

Flugzeugfonds

Text: Andreas Friedemann

Eine Stunde und 46 Minuten benötigte der Dortmunder Initiator Dr. Peters am 23. Januar 2008, um gut 94 Millionen US-Dollar für sein erstes Beteiligungsangebot des Jahres bei Anlegern einzuwerben. Damit haben die Westfalen einen Platzierungsrekord aufgestellt, der dem Fondsobjekt geschuldet ist: Anleger investierten in das nach wie vor größte und teuerste Passagierflugzeug der Welt vom Typ A 380 des deutsch-französischen Flugzeugherstellers Airbus.

Der Trend geht zum Flugzeug-Leasing

Der erste Riesenjumbo seiner Art war am 15. Oktober 2007 öffentlichkeitswirksam an die Fluggesellschaft Singapore Airlines ausgeliefert worden. Gut zwei Monate später hat der geschäftsführende Gesellschafter der Dr. Peters Group, Jürgen Salamon, das Flugzeug erworben, an die Asiaten für einen Zeitraum von zehn Jahren nebst zwei Verlängerungsoptionen zu einer monatlichen Rate von 1.713.418 US-Dollar pro Monat verleast und einen entsprechenden Publikumsfonds schneidern lassen. Als passionierter Pilot war Salamon von dem Konzept und dem Riesenjumbo so überzeugt, dass er gleich drei weitere A 380-Maschinen finanzierte.

Die schlichten Ausmaße des Riesenvogels lassen auch vier Jahre später noch die Herzen der Betrachter höher schlagen: Mit einer Länge von 73 Metern, 24 Metern Höhe und einer Flügelspannweite von knapp 80 Metern kann der Jumbo 800 Passagiere transportieren, wenn sich die Airline für die Standardkonfiguration entscheidet.

Sofern Airbus keinen Großkunden-Rabatt einräumt, kostet das Flugzeug 210 Millionen US-Dollar aufwärts. Kein Pappenstiel für die Fluggesellschaften, die in den vergangenen Jahren unter anderem mit sinkenden Passagierzahlen und steigenden Treibstoffkosten zu kämpfen hatten.

Daher gehen immer mehr Airlines dazu über, ihre Jets zu leasen, statt sie selbst zu kaufen. Dadurch können sie die eigene Flugzeugflotte stetig erweitern und jung halten. Einer Studie der französischen Großbank Crédit Agricole zufolge, nimmt diese Form der Flottenfinanzierung stetig zu: War im Jahr 1990 nur jeder zehnte Jet gemietet, war es zur Jahrtausendwende bereits jeder vierte und heutzutage ist schon jedes dritte Flugzeug geleast.

Seite 2: Flugzeugfonds: A 380-Hype weicht Faszination

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