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26. November 2012, 11:37
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Von Durchstartern, Ausweichlern und Aussteigern

Die Fondsinitiatoren von Gewerbeimmobilien in Deutschland reagieren mit unterschiedlichen Strategien auf die nach wie vor anhaltende Regulierungsunsicherheit. Cash. hat sich bei den Anbietern umgehört.
Gewerbeimmobilien

Text: Andreas Friedemann

Betongold – nirgendwo sonst innerhalb Deutschlands ist das Synonym für Immobilien so passend wie in München. Die Kaufpreise und Mieten für Bürogebäude, Einzelhandelsobjekte und Wohnhäuser in der bayerischen Landeshauptstadt sind hoch und dürften noch weiter steigen.

Der Münchener Bürovermietungsmarkt wird in 2012 seinen Spitzenplatz aus dem Vorjahr wohl behaupten können. Wie die Researcher bei dem Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang La Salle ermittelt haben, sank der Büroleerstand im gesamten Stadtgebiet binnen Jahresfrist um 1,5 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent.

Innerhalb des Altstadtrings betrug die Quote zum Ende des dritten Quartals gar nur 2,6 Prozent. Zusammenhängende Büroflächen ab 2.000 Quadratmetern seien dort Mangelware, so dass die Spitzenmieten auf über 30 Euro pro Qua-dratmeter und Monat zugelegt hätten. Die meisten Mietverträge sähen jedoch einen monatlichen Mietzins zwischen zwölf und 14 Euro pro Quadratmeter vor.

Neben dem (Büro-)Immobilienmarkt zeigt sich auch die Wirtschaft in Bayerns Hauptstadt stabil: Die Arbeitslosenquote in der Stadt München lag im September 2012 mit vier Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,7 Prozent.

Zudem verfügt die Stadt über die höchste Kaufkraft in der Republik: Ausweislich einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK liegt sie bei 27.464 Euro pro Einwohner pro Jahr im Stadtgebiet, der Landkreis München kommt gar auf 27.877 Euro.

München lockt die Investoren an

Rahmendaten, die private und institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland anziehen. In der Isarstatdt sitzt auch das Emissionshaus Real I.S., das sich rund 34.000 Quadratmeter vermietete Bürofläche in und um den Mittleren Ring gesichert hat und über den neuen Bayernfonds Deutschland 24 Privatanlegern anbietet. Sie sollen rund 71 Millionen Euro zum Gesamtinvestitionsvolumen von 127 Millionen Euro beitragen.

Für das München-Portfolio hat der Initiator drei Bürogebäude zusammengestellt, die er in den vergangenen eineinhalb Jahren sukzessive erworben hat: Dazu zählen neben der bereits im November 2011 angekauften Zentrale der Schörghuber Unternehmensgruppe in Bogenhausen der Unternehmenssitz von TNS Infratest im Stadtteil Laim und das Gebäude von MAN in Schwabing.

„Das ist unser erster reiner München-Fonds und das gleich mit den Firmenzentralen von drei namhaften Unternehmen in innerstädtischen Lagen. Als Unternehmen mit Stammsitz in München freuen wir uns darüber natürlich sehr“, sagt Andreas Heibrock, Mitglied der Geschäftsleitung bei Real I.S. zum jüngsten Mitglied in der Fondsfamilie.

Das im Jahr 1995 errichtete Gebäude in Bogenhausen umfasst rund 9.500 Quadratmeter Mietfläche. Es ist von der Schörghuber Unternehmensgruppe langfristig bis 2023 mit einer Verlängerungsoption um weitere zehn Jahre angemietet. Der Anbieter für Markt- und Sozialforschung, TNS Infratest, nutzt das zweite Fondsobjekt in der Landsberger Straße im Stadtteil Laim als Firmensitz.

Das Green Building, das bereits eine DGNB-Zertifizierung in Gold erhalten hat, ist bis 2025 an die WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG vermietet mit der Option, für weitere fünf Jahre zu verlängern. Den Mitarbeitern von TNS Infratest steht eine Mietfläche von rund 16.300 Quadratmetern zur Verfügung.

Klumpenrisiko vermieden

Das dritte Fondsobjekt in der Ungererstraße in München Schwabing ist bis 2024 an den Nutzfahrzeuge-Hersteller MAN vermietet. Der Vertrag kann optional zweimal für weitere fünf Jahre verlängert werden. Die in 2009 errichtete Immobilie beherbergt auf gut 8.200 Quadratmetern Mietfläche die MAN-Hauptverwaltung.

Seite zwei: 18,3-faches einer Jahresnettomiete liegt im Rahmen

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