Anzeige
22. Mai 2012, 12:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Infrastruktur bei institutionellen Anlegern hoch im Kurs

Profianleger bevorzugen zunehmend Infrastruktur-Investments, vor allem Anlagen alternativer Energien und Infrastrukturnetze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag des Emissionshauses Commerz Real, Düsseldorf/Wiesbaden.

Infrastruktur-127x150 in Studie: Infrastruktur bei institutionellen Anlegern hoch im KursWie die Unternehmen mitteilen, wurden insgesamt 123 Interviews für die Studie ‘Infrastruktur bei institutionellen Investoren’ geführt. Befragt wurden Versicherungen, Unternehmen, Pensionskassen, Versorgungswerke, kirchliche Einrichtungen und Stiftungen sowie Banken.

Hauptgrund für die wachsende Nachfragen seien die Stabilität und Berechenbarkeit von Erträgen, der hohe Beitrag zur Diversifikation des Portfolios sowie der Schutz gegen Inflation.

94 Prozent der Umfrageteilnehmer nannten stabile Erträge als wichtigen oder gar sehr wichtigen Faktor für ihr Engagement in der Assetklasse. Fast ebenso bedeutsam (88 Prozent) sei die langfristige Planbarkeit der Zahlungsströme gefolgt vom Diversifikationsbeitrag für das Portfolio (87 Prozent). Positiv wurden darüber hinaus die Faktoren Inflationsschutz und Wertstabilität (jeweils 79 Prozent) bewertet.

„Profianleger suchen nach Anlagemöglichkeiten, die ihnen helfen, ihre Abhängigkeit von der Entwicklung des Kapitalmarktes zu verringern und zugleich langfristige Berechenbarkeit liefern“, sagt Erich Seeger, der als Vorstandsmitglied der Commerz Real das Geschäft mit institutionellen Kunden verantwortet. „Infrastrukturinvestments erfüllen diese Anforderungen und stoßen deshalb auf wachsendes Interesse.

Seeger CommerzReal Online-127x150 in Studie: Infrastruktur bei institutionellen Anlegern hoch im Kurs

Erich Seeger, Vorstandsmitglied der Commerz Real AG

Der Trend wird sich künftig noch beschleunigen, denn viele Staaten müssen ihre Haushalte konsolidieren und sparen deshalb bei Infrastruktur-Aufwendungen. Für Investoren tut sich damit eine große Chance auf.“

Der Studie zufolge sind 23 Prozent aller institutionellen Anleger in Infrastruktur investiert. Der Anteil an den Portfolios liege im Schnitt bei 0,9 Prozent, was einem Zuwachs von fast einem Drittel im Vergleich zum Jahr 2010 entspreche. Bei Versicherungen sei der Anteil mit zwei Prozent aktuell am höchsten.

Aus der Frage nach den mittelfristigen Plänen der großen Kapitalsammelstellen schließen die Studienersteller auf eine steigende Nachfrage. Binnen drei Jahren soll sich danach sich die Zahl der Investoren, die dann entsprechende Anlagen im Portfolio halten wollen, mit 44 Prozent fast verdoppeln. Zugleich werde der Anteil der Infrastrukturinvestments am Portfolio auf durchschnittlich 2,2 Prozent und damit um fast das Anderthalbfache steigen. Vor zwölf Monaten sei hier lediglich ein Wert von 1,6 Prozent prognostiziert worden. Die Vorreiterrolle dürften einmal mehr die Versicherungsgesellschaften übernehmen, wo mittelfristig ein Portfolio-Anteil von 3,4 Prozent erwartet wird. Dies entspreche alleine für diesen Sektor einem Anlagevolumen von mehr als 40 Milliarden Euro.

Das größte Potenzial sehen den Umfrageergebnissen zufolge institutionelle Anleger in Energienetzen, beispielsweise für Wasser, Gas oder Strom. Mindestens jeder zweite Befragte geht hier nach Mitteilung der Studienersteller von hohen bis sehr hohen Investitionschancen aus. Ebenfalls als vielversprechend werden Anlagen in Mautstraßen oder Flughäfen bewertet.

Als wichtigsten Trend im Bereich Infrastruktur machten institutionelle Anleger darüber hinaus das Thema erneuerbare beziehungsweise alternative Energien aus. „Mit der beschlossenen Energiewende gewinnen alternative Formen der Energieerzeugung und der zuverlässige Transport von Energie weiter an Bedeutung. Die Commerz Real ist hier bestens positioniert. Wir haben langjährige Erfahrung im Bereich Solarenergie. Und mit dem Erwerb des Übertragungsnetzbetreibers Amprion von RWE im vergangenen Jahr konnten wir neue Maßstäbe bei Infrastrukturinvestments setzen“, betont Seeger, der bei bei vielen institutionellen Anlegern weiter Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur-Wissen sieht.

Trotz des hohen Interesses an Infrastruktur stufe nicht einmal jeder Sechste seine Expertise in der Anlageklasse als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Zwei Drittel der Befragten würden ihr Know-how lediglich als „befriedigend“ oder „ausreichend“ beschreiben. (af)

Fotos: Shutterstock, Commerz Real

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...