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2. Mai 2012, 12:58
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Finanz-Kommunikation verständlicher denn je

Verständlich kommunizieren heißt einfach und klar kommunizieren. Kein leichtes Unterfangen – schon gar nicht in der Finanzkommunikation. Beipackzettel für Finanzprodukte sollen Anlegern und Kunden das Leben erleichtern, erschweren es den Initiatoren geschlossener und offener Fonds jedoch gewaltig.

PIBs, KIIDs, VIBs & Co. – Eine ganze Reihe neuer Dokumente soll Anlegern und Kunden von Finanzinstituten das Leben nun leichter machen. Zu diesen Beipackzetteln für Finanzprodukte zählen beispielsweise Produktinformationsblätter (PIB), wesentliche Anlageinformationen (Key Investor Information Document, KIID) oder Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB). Sie sollen dem Verbraucher verständlich, transparent, vergleichbar und auf maximal drei Seiten auch die komplexesten Informationen darstellen.

Produktinformationsblatt

Dr. Anikar Haselhoff, H&H Communication Lab GmbH

Die Verständlichkeit von Finanzprodukten wird nicht erst seit Neuestem in der Öffentlichkeit debattiert. Durch die Finanzkrise ist dieses Thema jedoch in den Fokus der Verbraucher und vor allem Verbraucherschutz-Organisationen gerückt. Informationen und Unterlagen, so wird immer wieder vehement gefordert, sollen verständlich und transparent sein. Zwar ist die Verständlichkeit von Informationen für den Anleger schon in den EU Finanzmarktrichtlinien MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) aus dem Jahr 2007 vorgeschrieben. Die Umsetzung ist aber äußerst schwierig. Das zeigt beispielsweise das mit enormem Medienecho eingeführte Produktinformationsblatt (PIB).

Keine Verbindlichkeit bei dem Produktinformationsblatt

Im Juli 2009 forderte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner erstmals die Finanzwirtschaft auf, einheitliche Informationsblätter für Finanzprodukte zu entwickeln und den Kunden zur Verfügung zu stellen. Seit 1. Juli 2011 muss nun jedes Finanzinstrument mit einem Produktinformationsblatt versehen sein. Eine vorgeschriebene Form für das Formular gibt es jedoch nicht.

Der Zentrale Kreditausschuss, in dem die Spitzenverbände der Banken vertreten sind, hat sich allerdings auf eine Vorlage für das Formular geeinigt. Darin sollen die wesentlichen Chancen, Risiken und Kosten eines Finanzprodukts übersichtlich dargestellt werden. Das Formular soll als Vorlage dienen, an der sich Finanzinstitute orientieren könnten. Verbindlich ist das Muster nicht.

Studien zu diesem Thema zeigen, dass die Produktinformationsblätter zwar ein Schritt hin zu mehr Verständlichkeit sind, jedoch häufig keine große Hilfe für den Verbraucher darstellen.

Eines der größten Probleme ist dabei, dass es keine einheitliche Form und keine standardisierten sprachlichen Regelungen gibt. Dementsprechend gibt es eine große Bandbreite an qualitativen Unterschieden bei den PIBs. Die Unterschiede sind sowohl in der Form, aber auch am Inhalt festzustellen.

Welche Herausforderungen birgt die Finanzkommunikation?

Für die Verständlichkeit von Produktinformationsblättern gibt es mehrere Barrieren. Zum einen sind Finanzprodukte von Haus aus oft sehr komplexe Produkte. Daher ist es schwierig, diese leicht und verständlich zu erklären. Insbesondere wenn nur ein sehr beschränkter Platz von maximal drei Seiten zur Verfügung steht. Hinzu kommt die sogenannte „Illusion der Einfachheit“.

Seite 2: Produktinformationsblatt: Verständliche Sprache fundamental

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1 Kommentar

  1. Der Artikel beschreibt tatsächlich das Dilemma, das vor allem kleinere und mittlere Emittenten trifft. Während die großen Emittenten diesen Kraftakt natürlich aus andere finanzieller Substanz stemmen, kann ich nur raten, hier externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Re’public Finanzkommunikation erstellt beispielsweise diese Dokumente etwa wie Textbausteine zur Wiederverwendung. Eine gute Lösung für Wiederholungstäter im positiven Sinne.

    Kommentar von jürgen arbter — 2. Mai 2012 @ 18:15

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