Anzeige
23. April 2012, 17:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wasserfonds: Aussicht auf sprudelnde Renditen

Wasseraufbereitungsanlagen und Wasserkraftwerke stehen bei Emissionshäusern hoch im Kurs. Die Trendobjekte werden zunehmend allein oder mit anderen Anlagen erneuerbarer Energien zusammen in einen Fondsmantel gehüllt zur Beteiligung angeboten.

Wasserfonds

Die Idee, die Energie von Wasserkraft zu nutzen, ist nicht neu: Schon die alten Römer konstruierten vor knapp 2.000 Jahren die ersten Wasserräder, um Getreidemühlen anzutreiben. Mit einem Anteil von rund 59 Prozent ist Wasserkraft die regenerative Energiequelle, die weltweit am meisten genutzt. Im Vergleich zu konventionellen Energieträgern wie Erdöl oder Kohle hat Wasser als Energielieferant zahlreiche Vorteile, die Wasserkraftwerke nutzen können.

Effizienter Energielieferant

Wasser ist ein kostenloser Rohstoff, mit dem sich ohne Treibhausgase und Schadstoffemissionen Energie nicht nur gewinnen, sondern auch speichern lässt. Der Wirkungsgrad der Anlagen erreicht einen Wert, der konkurrenzlos ist: Bis zu 95 Prozent der erzeugten Energie fließt tatsächlich als Strom in die angeschlossenen Netze. Braunkohlekraftwerke bringen es auf vergleichsweise magere 43 Prozent und Atomkraftwerke gar nur auf maximal 35 Prozent.

Auch gegenüber seinen „grünen Wettbewerbern“ Sonne und Wind hat Wasser in manchen Punkten die Nase vorn: Wasserkraftwerke sind grundlastfähig, das heißt sie gewährleisten eine kontinuierliche Stromproduktion unabhängig von tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Maß der Nutzungsmöglichkeit einer Anlage wird im sogenannten Jahresvolllaststundenäquivalent ausgedrückt und liegt bei Wasserkraftwerken zwischen 3.000 und 6.000. Windräder an Land erreichen einen Durchschnittswert von 3.000, Solaranlagen von bis zu 1.000 Stunden Volllast pro Jahr.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die vergleichsweise hohen Errichtungskosten einer Wasserkraftanlage sich langfristig amortisieren: Die Betriebskosten sind niedrig, die Lebensdauer ist dagegen hoch. Mehr als 100 Jahre hält ein Wasserkraftwerk durch.

Wasserkraft spielt in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle

Die Norweger sind Vorreiter in Europa und können bereits heute ihren gesamten Energiebedarf aus Wasserkraft bestreiten. Praktisch alle geeigneten Standorte sind dort – wie in Deutschland auch – bereits erschlossen. Die Eigentümer sind zumeist staatliche oder kommunale Energieversorger, die kein Interesse daran haben, sich von den lukrativen Kraftwerken zu trennen.

Daniel Kellermann, der seit gut zehn Jahren Investitionsangebote im Bereich New Energy analysiert und die Informationsplattform www.greenvalue.de betreibt, verweist auf das Zahlenmaterial, das er zusammengetragen hat.

Seite 2: Wasserfonds: Investoren zieht es vorerst ins Ausland

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...