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12. August 2013, 08:10
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DFR: (Fonds-) Schiffsverkäufe steigen weiter

Nach Angaben des Hamburger Analysehauses DFR Deutsche Fonds Research wurden im ersten Halbjahr 2013 bereits 100 Schiffe verkauft. Im Gesamtjahr 2012 seien es dagegen nur 86 gewesen. Grund sei die anhaltende Krise auf den Schifffahrtsmärkten.

Nils-Lorentzen-DFR-252x300 in DFR: (Fonds-) Schiffsverkäufe steigen weiter

DFR-Geschäftsführer Nils Lorentzen

Bereits Anfang 2013 haben die Analysten die Schiffsverkaufszahlen des vergangenen Jahres ausgewertet und mit 41 verkauften Schiffen im vierten Quartal 2012 einen deutlichen Anstieg zu den Vorquartalen festgestellt.

Dieser Trend setzte sich auch in diesem Jahr fort. So lag die Zahl der verkauften Schiffe im ersten Quartal 2013 bei 43 und stieg im zweiten nochmals um 57 auf nunmehr 100 Schiffsverkäufe für das erste Halbjahr 2013 an. Allein im Monat Mai 2013 wurden 29 Schiffe mit einem Kommanditkapital von 397 Millionen Euro veräußert. Das sind in einem Monat mehr Verkäufe als im gesamten ersten Halbjahr des vergangenen Jahres.

Fondsfinanzierte Frachter ebenfalls betroffen

Fondsfinanzierte Frachter bleiben nicht verschont: “Seit Beginn der Krise wurden bereits 266 Schiffe mit einem Kommanditkapital von 3,7 Milliarden Euro verkauft”, erläutert Nils Lorentzen, Geschäftsführer der Deutschen Fonds Research. “Geht man von etwa 3.000 deutschen Fondsschiffen aus, sind das immerhin fast zehn Prozent”, rechnet Lorentzen vor.

“Ein Ende ist derzeit noch nicht in Sicht. Wir erwarten für die nächsten beiden Quartale weitere Schiffsverkäufe.” Da die meisten Schiffe ins Ausland veräußert werden, sinkt mit den Schiffsverkäufen auch die Anzahl der Schiffe, die unter deutscher Flagge fahren.

Schiffskrise trifft insbesondere Containerschiffe

Den größten Anteil der verkauften Schiffe bilden Containerschiffe der unterschiedlichen Größenklassen. Sie hat die Schiffskrise mit sinkenden Charterraten und anhaltender Überkapazität am härtesten getroffen: Hohe Insolvenzzahlen und zahlreiche Veräußerungen waren die Folge.

In drei Viertel der Fälle – unabhängig vom Schiffstypus – befanden sich die verkauften Schiffe in einer wirtschaftlichen Schieflage. Das heißt, sie waren entweder insolvent, in Sanierung oder als sanierungsgefährdet eingestuft.

In einer solchen Situation ist der Verkauf des Schiffes oftmals die einzige Lösung für den Fonds, um mit dem Verkaufserlös zumindest Schulden tilgen und im besten Fall den Anlegern einen Teil auszahlen zu können. (af)

Foto: DFR

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