6. Dezember 2013, 10:24

„ITP 1“-Insolvenz beschäftigt bald wohl den Staatsanwalt

Die BAC Verwaltung GmbH plant, als Hauptgläubiger des „Infratrust Premium Fonds Eins“ (ITP 1) Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gegen die Fondsgeschäftsführung zu stellen.

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Die “ITP 1″-Insolvenz könnte ein Fall für die Justiz werden.

Die BAC Verwaltung GmbH war Ende 2010 aus der Berlin Atlantic Gruppe hervorgegangen, nachdem deren Gründer und Investoren Stefan Beiten, Nikolaus Weil und Franz-Philippe Przybyl wieder die operative Geschäftsführung übernommen hatten. Vorrangiges Ziel war es seinerzeit, die Insolvenz einer der Gesellschaften bzw. eines Fonds zu verhindern, die unter dem Dach der BAC gegründet bzw. emittiert worden waren. „Dazu haben wir uns zunächst der Sanierung und Neuausrichtung der Lifetrust- und Infratrust Fonds gewidmet. Dabei war uns vor allem eines wichtig: Die Sicherung der anvertrauten Anlegergelder. Dieses Ziel wurde für sämtliche Fonds erreicht“, sagte Beiten.

Fonds mit Investionen im zweistelligen Millionenbereich gestützt

Die Sanierung und Neuausrichtung der Fonds sei nötig geworden, nachdem der ehemalige Geschäftsführer der BAC insbesondere den Infratrust-Fonds durch „treu- und pflichtwidriges Verhalten“ schweren Schaden zugefügt habe mit der Absicht, die Assets dieser Fonds, Mobilfunkanlagen in den USA, „mittels einer „feindlichen Übernahme unter seine Kontrolle zu bringen“ – so der Vorwurf der BAC Verwaltung GmbH. Die Gesellschafter der Infratrust Fonds stimmten auf den Gesellschafterversammlungen im September jedoch gegen die entsprechenden Pläne und sprachen der aktuellen Geschäftsführung, der MfAM Mobilfunk Asset Management GmbH, ihr Vertrauen aus. Bereits bis zu diesem Zeitpunkt hatten die BAC-Gründer sowohl die Infratrust Fonds als auch die Lifetrust Fonds mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich gestützt. „Als Initiatoren der Fonds stehen wir den Anlegern gegenüber in einer besonderen Verantwortung. Wir sitzen mit unseren Anlegern in einem Boot und haben deshalb alles getan, um die Fonds zu erhalten bzw. fortzuführen“, erklärte Beiten.

Persönlicher Schaden von rund sieben Millionen US-Dollar

Einzige Ausnahme: der „ITP 1“, den die ehemaligen Geschäftsführung „in einer rechtlich höchst fragwürdigen Form“ unter ihre Kontrolle gebracht habe und der nun „durch deren Missmanagement“ von der Insolvenz bedroht sei. Dadurch sei den Investoren ein persönlicher Schaden in Höhe von rund sieben Millionen US-Dollar entstanden. „Diese Summe haben wir nachrangig zu den Anlegern in den ‘ITP I’ investiert. Dass dieses Kapital nun verloren ist, wollen und können wir auch im Sinne der Anleger nicht ohne Konsequenzen lassen. Wir haben uns deshalb entschlossen, Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung und Bankrott zu stellen“, so Beiten. Mit der Insolvenz des „ITP I“ habe sich der Schaden auf bis zu 15 Millionen Euro addiert. Daneben seien Investitionen in Aufbau und strukturellen Ausbau der ehemaligen BAC-Gruppe in Höhe von bis zu neun Millionen Euro verloren. (kb)

Foto: Shutterstock

 


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3 Kommentare

  1. Hey Karl, jag tror inte att du ökar på risken att dina barn blir mobbade genom att publicera fina minnen på en blogg, du kan inte orsaka eller skydda ditt barn från mobbning på det viset, hur välvilligt du så klart än menar.
    sammy dress http://www.sammydress.cc

    Kommentar von sammy dress — 31. Januar 2015 @ 08:35

  2. Jaja…die Einsteigertarife waren an allem schuld :) Es war doch schon vor Jahren abzusehen, dass das Prinzip Leute billig in die PKV zu locken, damit sie später bessere Tarife wählen, einfach nicht funktionieren kann. Ich kenne selbst einige “Selbstständige”, die ohne zu überlegen sofort in die PKV gegangen sind, weils da “nur” 120 Euro gekostet hat….Die Marktbereinigung tut der Branche gut aber ich bezweifle, ob die Vollversicherungen auf Dauer noch tragbar sind…das Geschäft liegt ganz klar in den Zusatzpolicen.

    Kommentar von Hr. Meier — 31. Januar 2015 @ 03:03

  3. Da dreht sich bei mir der Magen um, wenn ich das lese “Herr Franken von der DVAG”…die Fehlverhalte und Exzesse einzelener Marktteilnehmer”..bitte an der Stelle mal Selbstkritik üben…vielen Dank.
    Was dieser Artikel verschweigt.. die Generation “Y”, wünscht sich Sicherheit und eine finanzielle Basis nach dem Studium…das bietet eine selbständige Tätigkeit nicht. Nach dem Studium fängt man in der Regel bei “null”auf dem Konto an zu arbeiten. Und woher also das erste Geld verdienen? Richtig VERKAUFEN!!! Ein Null auf dem Konto zwingt zum Verkaufen, “Beratung” wird da Nebensache, und das hilft der Branche leider nicht, ihr Image zu verbessern… wenn man nur das kurzfristige Wachstum im Blick hat, blockiert das beim Umdenken.

    Kommentar von Tom Bein — 30. Januar 2015 @ 15:17

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