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19. Februar 2013, 15:59
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Razzia bei Unternehmensgruppe S&K führt zu sechs Festnahmen

Rund 1.200 Ermittlungsbeamte und 15 Staatsanwälte haben heute in sieben Bundesländern 130 Durchsuchungen durchgeführt. Gegen Verantwortliche der Frankfurter S&K-Holding und verbundener Unternehmen wird seit Mitte 2012 unter anderem wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrugs ermittelt.

Razzia-Durchsuchung-255x300 in Razzia bei Unternehmensgruppe S&K führt zu sechs FestnahmenDas Ermittlungsverfahren der Frankfurter Staatsanwaltschaft richtet sich bisher gegen 50 Beschuldigte darunter auch Notare und Rechtsanwälte. Laut einer Frankfurter Justizsprecherin sind bei den Durchsuchungen heute sechs Verdächtige im Alter zwischen 33 und 70 Jahren verhaftet worden.

Die Beschuldigten aus dem Umfeld der Frankfurter Firmengruppe S&K werden verdächtigt, gemeinsam mit einem Hamburger Unternehmen ein umfassendes Schneeballsystem installiert und so einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht zu zu haben. Die Immobilienfondsgesellschaften der Unternehmen werden nun genau unter die Lupe genommen.

“Die betrügerisch erlangten beziehungsweise veruntreuten Anlegergelder sollen hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten, für die Anschubfinanzierung, den Aufbau und die hohen laufenden Kosten von eigenen und verbundenen Unternehmen sowie für zweckwidrige Objektfinanzierungen verwendet worden sein”, heißt es in der Presseerklärung der Frankfurter Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen. “Die Anlagegelder und -objekte sollen dabei in großem Stil in das Eigentum von verbundenen Unternehmen, beschuldigten Personen und deren Familienangehörigen verschoben worden sein und stehen mutmaßlich so den Anlegern und dem eigentlichen Geschäftszweck – zumindest weitestgehend – nicht mehr zur Verfügung”, so die Stellungnahme der Oberstaatsanwältin Doris Müller-Scheu. (af)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. So tragisch wie der Fall auch ist. Diejenigen, die bei S&K direkt investierten gehören zur Gruppe “selber schuld”, aber was ist mit denen wie von der DCM oder SHB, die mit Leuten wie Köller gar nichts zu tun haben wollten?

    Und dann die Cash- in den letzten Ausgaben Seiten über Seiten Lob oder Werbung für S&K mit Berichten über glückliche Makler.

    Vielleict sollte man auch mal über so etwas nachdenken, ob auch hier eine Verantwortung gegenüber den Kunden gelebt wird.

    Kommentar von Norman Argubi — 20. Februar 2013 @ 12:40

  2. Das wurde ja nun auch Zeit, die Burschen gehörten schon lange weggesperrt. Jeder in der Branche hat von dem Schneeballsystem gewusst. Alle haben gehuscht, da Sie Angat vor den Beziehungen ins Rotlichtmilieu von Schäfer und Köller hatten. Auch die Hells Angles waren mit Geldwäsche bei S&K im Gespräch. Alle haben gerne das Geld der S&K genommen und geschwiegen abe rzumindest abgewartet, obwohl allen klar war, dass hier nichts mit rehcten Dingen zugeht! Endlich hat der Staat zugeschlagen um Anleger vor weiterem Schaden zu schützen. Leider sind die seriösen Emissionshäuser welche schon längst vom Markt mit schwachen Umsätzen gestraft werden erneut leidtragende dieser unseriösen Betrugsbande.

    Kommentar von Steckenpferd — 19. Februar 2013 @ 23:25

  3. Laut Immobilienzeitung sind in Hamburg Hauke Bruhn und Thomas Gloy von United Investors verhaftet worden

    Kommentar von Jürgen Braatz — 19. Februar 2013 @ 17:07

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