Anzeige
Anzeige
10. März 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Woba-Kauf durch Fortress genehmigt

Der Übernahme der Dresdner Wohnungsgesellschaft Woba durch die amerikanische Investmentgesellschaft Fortress ist perfekt. Der Dresdner Stadtrat genehmigte den Verkauf der 48.000 Wohnungen und 1.300 Gewerbeienheiten am Donnerstag dem 9. März mit 40 gegen 29 Stimmen.

Fortress zahlt den vereinbarten Kaufpreis von 1,74 Milliarden Euro. Nach Ablösung der Woba-Schulden verbleibt der Stadt Dresden ein Erlös von rund 981 Millionen Euro (siehe cash-online vom 8.03.2006). Sie sollen verwendet werden, um die Schulden der Stadt in Höhe von 741 Millionen Euro komplett abzulösen.

Der Deal stößt auf Kritik beim Deutschen Mieterbund und beim GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen. “Die Mehrheitsentscheidung des Stadtrats macht die Stadt wohnungslos. Damit wird ein kommunales Unternehmen verkauft, das für die Entwicklung und die Zukunft der Sadt eine wesentliche Bedeutung hat”, erklärt GdW-Präsident Lutz Freitag. Der GdW räumt allerdings ein, dass mit Fortress ein seriöser und in Bezug auf seine Zusagen verlässlicher Geschäftspartner den Zuschlag erhalten habe.

Schäfer fällt die Kritik vom Deutschen Mieterbund aus: “Die Mieter werden letztlich die Zeche zahlen müssen. Der hohe Kaufpreis muss von Fortress wieder eingespielt werden, die Mieten in Dresden werden steigen”, warnt Direktor
Dr. Franz-Georg Rips. Die vereinbarte Sozialcharta gehe nicht über die ohnehin im Gesetz geregelten Bestimmungen hinaus. Auch die Mieterhöhungsbegrenzung beziehe sich lediglich auf den Gesamtdurchschnitt aller Woba-Wohnungen, so dass der einzelne Mieter mit drastischen Erhöhungen von bis zu 20 Prozent in drei Jahren rechnen müsse. Zudem habe die Stadt Dresden mit dem Verkauf den Einfluss auf die kommunale Wohnungspolitik und den Stadtumbau völlig aufgegeben.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

IDD: BVK zufrieden mit Kabinettsentwurf

Wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mitteilt, sieht er sich durch den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) bestätigt. Wichtige Forderungen des BVK seien umgesetzt worden; dennoch bestehe Nachbesserungsbedarf.

mehr ...

Immobilien

Interhyp: Immobilienkäufer können aufatmen

Die EZB behält ihre Geldpolitik vorerst bei, das legte sie auf ihrer geldpolitischen Sitzung am Donnerstag fest. Daher erwarten Immobilienexperten, dass die Baugeldzinsen zunächst niedrig bleiben, wie aus dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer hervorgeht.

mehr ...

Investmentfonds

Amtsantritt von Donald Trump: Das sagen die Investment-Experten

Die heutige Amtseinführung von Donald Trump ist auch an der Wall Street das Top-Thema. Cash. hat führende Investmentexperten zu ihren Einschätzungen in Bezug auf die Auswirkungen für die Kapitalmärkte befragt.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...