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31. August 2007, 00:00
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E&Y: Studie zu Privatisierungsvorhaben der Kommunen

Jede dritte deutsche Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern plant, in den kommenden drei Jahren Privatisierungen durchzuführen, während kleinere Städte deutlich zurückhaltender sind. Dabei haben die Kommunen unabhängig von ihrer Größe vor allem ihre Immobilienbestände im Blick.
Mehr als 40 Prozent der privatisierungswilligen Städte und Gemeinden wollen ihre Immobilien oder Wohnungsbaugesellschaften veräußern. Die Abwasserentsorgung als mögliches Privatisierungsfeld belegt mit lediglich 16 Prozent den zweiten Platz. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, Stuttgart, die auf einer repräsentativen Befragung von Vertretern 300 deutscher Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern beruht.

Die Experten bei Ernst & Young führen das zum einen auf die anhaltend hohe Nachfrage der Investorenseite. Zum anderen scheinen immer mehr Kommunen der Ansicht zu sein, dass Immobilien, insbesondere Wohnimmobilien, nicht (mehr) zum engeren Kreis der Aufgaben gehörten, um die sich eine Kommune vor dem Hintergrund der kommunalen Daseinsvorsorge zu kümmern habe. Der Gesetzgeber plane zudem, mit dem Jahressteuergesetz 2008 die Ausschüttungen aus ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen steuerlich zu begünstigen, was die Nachfrage bei Wohnimmobilien noch steigern würde. (af)

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