Anzeige
6. November 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einigung bei Erbschaftssteuerreform

Union und SPD haben sich auf einen Entwurf zur Reform der Erbschaftssteuer verständigt ? für Immobilienerben wird vieles anders.

Nach langen Verhandlungen haben Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Eckpunkte für eine Reform der Erbschaftsteuer vorgelegt. Demnach sollen die Wertabschläge für Immobilien erheblich verringert werden. Im Gegenzug will die große Koalition die Freibeträge für direkte Verwandte, also Ehepartner, Kinder und Enkel, deutlich erhöhen.

Je näher der Verwandtschaftsgrad, desto größer der Vorteil: So steigen die Freibeträge in der Steuerklasse I für Eheleute von 300.000 auf 500.000 Euro, je Kind von 205.000 auf 400.000 Euro und für Enkel von 50.000 auf 200.000 Euro. ?Oma ihr klein? Häuschen? bleibt von der Steuer freigestellt?, sagte Steinbrück. Die Vererbung des privat genutzten Wohneigentums an Kinder und Enkel soll möglichst steuerfrei bleiben.

Auf Geschwister, Neffen, Nichten oder Freunde kommen Mehrbelastungen zu. Zwar werden für sie die Freibeträge leicht angehoben, dafür wird aber das vererbte Vermögen, das über den Freibetrag hinausgeht, höher besteuert. Details sind noch nicht bekannt, doch die Erhöhung dürfte erheblich sein, weil diese Gruppen die Entlastungen für die direkten Erben mitfinanzieren.

Wird ein Unternehmen vererbt, müssen zunächst nur 15 Prozent des Vermögens versteuert werden. Sollte der Betrieb zehn Jahre weitergeführt werden, wird die Steuerschuld komplett erlassen. Bedingung ist, dass dann noch 70 Prozent der Lohnsumme gezahlt werden, die zum Zeitpunkt des Erbfalls bezahlt wurden. Die Reform soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten. Wer will, kann sich aber 2007 noch nach dem alten Erbschaftsteuerrecht veranlagen lassen. (hi)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Zahl der Unternehmenspleiten fällt deutlich

Die Pleitewelle des vergangenen Jahrzehnts ist abgeebbt. Dank der stabilen Binnenkonjunktur und günstiger Finanzierungen müssen deutlich weniger Unternehmen in die Insolvenz. Bei den Verbrauchern gibt es dagegen einen hartnäckigen Pleitensockel.

mehr ...

Berater

IDD: AfW kritisiert Regierungsentwurf

Der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie (IDD) in deutsches Recht hat gestern das Bundeskabinett passiert. Nach Ansicht des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. hat es die Regierung versäumt, wichtige Änderungen vorzunehmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...