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9. Juli 2008, 00:00
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BSI: Klimaschutz ist teuer

Die energiesparende Modernisierung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses kostet rund 45.000 Euro. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 860 Quadratmetern betragen diese Kosten rund 180.000 Euro.

Das sind die Ergebnisse einer Studie des Instituts Wohnen und Umwelt, welche die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI), Berlin, zur Wirtschaftlichkeit energiesparender Maßnahmen bei Wohnimmobilien veröffentlicht hat. Bei diesen Zahlen handele es sich aber lediglich um die energetische Modernisierung, also die Erneuerung von Gebäudehülle und Heizung.

Die Studie wurde in Bezug auf die Anforderungen der Energieeinsparverordnung ab 2009 durchgeführt. Dabei ergäben sich für vermietete Objekte je nach Wohnungsmarkt sehr unterschiedliche Ergebnisse der Wirtschaftlichkeit. Für Selbstnutzer lohnten sich energiesparende Maßnahmen zwar über einen Zeitraum von 20 Jahren. Allerdings müssten die Kosten sofort aufgebracht werden, während der finanzielle Vorteil erst zwei Jahrzehnte später zum Tragen komme.

?Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit energiesparender Modernisierungsmaßnahmen für vermietete Gebäude ist die Durchsetzbarkeit der vollen zulässigen Mieterhöhungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch?, so Lutz Freitag, Vorsitzender der BSI. In der Realität könnten die Kosten des Vermieters für eine energetische Modernisierung aber nur begrenzt an die Mieter weitergegeben werden. (mo)

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