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26. November 2008, 00:00
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Deka-Ausblick: Rezession erfasst gewerbliche Immo-Märkte

Auch die gewerblichen Immobilienmärkte bekommen die weltweite Rezession zu spüren, die negativen Wachstumsaussichten führen zu rückläufigen Mieten und steigendem Leerstand. Das prognostiziert der Marktausblick “Immobilien Monitor” der Frankfurter Dekabank.

Übertreibungen der Vorjahre werden korrigiert

Ein günstiger Einstiegszeitpunkt? Dr. Matthias Danne, Immobilienvorstand der Dekabank relativiert: ?Das bedeutet nicht, dass die Renditen ungewöhnlich hohe Werte erklimmen werden. Vielmehr werden die erheblichen Übertreibungen der Vorjahre korrigiert.?

Während bis zum Sommer vor allem die Nachfrage von Fremdkapitalinvestoren sank, halten sich mittlerweile zunehmend auch die eigenkapitalstarken Investoren zurück, konstatiert der Ausblick des Fondsanbieters der Sparkassengruppe.

Die Investitionsbereitschaft werde vom erschwerten Zugang zu Fremdkapital sowie von einer anhaltenden Preiskorrektur und den vorübergehend schwachen Mietperspektiven gedämpft. Zwar würden diese Umstände die Gewerbeimmobilienmärkte noch bis in die kommenden zwei Jahre hinein belasten, dennoch stelle die derzeitige Krise das mittelfristige Ertragspotenzial von Immobilienanlagen nicht grundsätzlich in Frage, meint Danne.

Notverkäufe in den kommenden Monaten

Infolge der Zurückhaltung der Investoren erwarten die Deka-Analysten in den kommenden Monaten Notverkäufe. Selbst Unternehmen mit solidem Fundament müssten zunehmend attraktive Objekte auf den Markt werfen. ?Nach unserer Einschätzung haben wir in den USA bislang rund ein Drittel der Renditeanstiege gesehen, in Euroland rund die Hälfte”, sagt Dr. Karsten Junius, Leiter Kapitalmarkt- und Immobilienresearch der Dekabank.

Da es in Europa in den vergangenen Jahren ein konstant moderates Neubauvolumen gegeben habe, komme der Konjunkturabschwung vergleichsweise gelegen. Die aktuellen Liquiditätsengpässe dürften die Entwicklertätigkeit und das neu auf den Markt kommende Angebot der Dekabank zufolge zwar ab 2010 reduzieren. Steigende Beschäftigtenzahlen hatten die Flächennachfrage aber bis zum Sommer 2008 in Euroland beziehungsweise bis Herbst 2008 in Deutschland stabilisiert.

Nachfrage nach Büroflächen geht zurück

Deka-Experte Junius prognostiziert in den kommenden beiden Jahren eine zyklisch rückläufige Nachfrage nach Büroflächen. Die kräftigsten Mietrückgänge erwartet sein Team unter anderem für die Finanzstandorte London und New York.

Auch die asiatischen Büromärkte sieht das Deka-Research dem Sog der Finanzkrise ausgesetzt. Vor deutlichen Mietkorrekturen stünden vor allem Singapur und Hongkong, die unter den Belastungen des Finanzsektors und der besonders großen Exportorientierung leiden. (hb)

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