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23. September 2008, 00:00
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Deka: Finanzmarktkrise bietet Chancen

Die Finanzmarktkrise wird zu günstigeren Einstiegspreisen an den gewerblichen Immobilienmärkten führen. Zu diesem Ergebnis kommen die Immobilienanalysten der Frankfurter Deka Bank in ihrem jüngsten Deka Immobilien Monitor Prognose-Update für das dritte Quartal 2008.

Die Experten gelangen zu der Einschätzung, dass die Kreditkrise die Weltwirtschaft trotz der Eingriffe der US-Regierung weiter belasten wird. Zwar hätten die Maßnahmen den drohenden Kollaps verhindert. Dennoch sei mit dem Hilfspaket lediglich der Anfang vom Ende der Finanzkrise eingeläutet worden, aber noch lange kein Schlussstrich gezogen, so der Deka-Ausblick. Die Banken haben den Analysten zufolge weitere hohe Abschreibungen und Verluste zu bewältigen.

Konjunkturbelebung ab 2010

Die europäischen und US-Büromärkte werden von der schwächeren Welt- und Binnenkonjunktursowie der Ausweitung der globalen Finanzmarktkrise nicht verschont bleiben, meinen die Deka-Researcher. Einige Märkte wie dieLondoner City verzeichneten im ersten Halbjahr bereits erste Mietrückgänge, in der zweiten Jahreshälfte und 2009 würden weitere folgen. Im Zuge der Verschärfung der Kreditkrise und der Konsolidierung im Finanzsektor seien vor allem Finanzmetropolen wie New York, London aber auch Frankfurt betroffen.

An einen starken Mieteinbruch glauben die Experten indes nicht, da anders als in früheren Konjunkturzyklen keine starke Überbauung drohe. Die im Konjunkturabschwung rückläufige Immobiliennachfrage treffe daher nicht wie Anfang des Jahrzehnts auf ein starkes zyklisches Überangebot. Ab 2010 gehen die Analysten von einer Konjunkturbelebung aus, die in den meisten Immobilienmärkten wieder für sinkende Leerstände und moderate Mietsteigerungen sorge.

Guter Zeitpunkt für eigenkapitalstarke Investoren

Eigenkapitalstarke Investoren könnten vom derzeitigen Umfeld profitieren, da fremdkapitalbasierteAnleger sich in den kommenden Quartalen angesichts der Liquiditätsknappheit aus dem Markt zurückziehensollten. In den überhitzten europäischen Märkten London, Spanien und Paris verzeichneten die Nettoanfangsrenditen seit Herbst 2007 schon wieder kräftige Anstiege von bis zu 150 Basispunkten.

Die Deka-Spezialisten erwarten in Europa im laufenden und nächsten Jahr jedoch weitere und in den USA erste deutliche Renditeanstiege. Angesichts der Flucht in Spitzenobjekte in Toplagen habe sich dort bei den Durchschnittsrenditen (Cap Rates) bislang wenig getan. Rückläufige Mieten und steigende Renditen werden laut der Einschätzung bis Ende 2009 in vielen Märkten zu Ertragsverlusten führen. (hb)

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