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11. März 2008, 00:00
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Weniger Käufe von Einzelhandelsobjekten

Nach Angaben des Immobilienberaters Atisreal, Frankfurt, wurden im Jahr 2007 insgesamt 13,71 Milliarden Euro in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert. Dies entspricht einem Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem der Großverkauf des KarstadtQuelle-Portfolios mit einem Volumen von 4,5 Milliarden Euro stattfand.

Demnach entfallen rund 6,4 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes auf Einzeldeals, die übrigen 7,3 Milliarden Euro auf Portfolios. Ausländische Investoren zeichneten für rund 72 Prozent des Umsatzes verantwortlich. Bei den Einzelinvestments sind dagegen deutsche Anleger mit einem Anteil von 38 Prozent wieder auf dem Vormarsch. Dies ergibt der ?Retail Market Report 2008? von Atisreal für die sechs wichtigsten deutschen Einzelhandelsstandorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München.

?Im Blickpunkt der Anleger standen vor allem Geschäftshäuser in guten Innenstadtlagen sowie stabil vermietete Fach- und Supermärkte?, sagt Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter Retail-Investment der Atisreal GmbH. ?In diesen beiden Assetklassen wurden 2007 jeweils rund 5,2 Milliarden Euro umgesetzt.? Auf dem dritten Platz folgen die Shoppingcenter mit einem Transaktionsvolumen von circa 2,6 Milliarden Euro. Spitzenreiter unter den Standorten ist Berlin mit einem Transaktionsvolumen von 1,94 Milliarden Euro, das als einzige Stadt das Vorjahresergebnis nahezu halten konnte. Auf den weiteren Plätzen folgen Hamburg (684 Millionen Euro) und Düsseldorf (309 Millionen Euro).

Nachdem die Renditen bis zur Jahresmitte 2007 infolge des Investmentbooms in Deutschland erheblich gesunken waren, zogen sie laut Atisreal im Verlauf der Subprime-Krise wieder an. Der Rückgang der Kaufpreise sei dabei in den B-Lagen deutlicher ausgefallen als in den Top-Lagen. Das Unternehmen erwartet, dass der Investmentumsatz für das Jahr 2008 unter dem für 2007 liegen wird, jedoch nach wie vor ein gutes Niveau erreicht. Für verkaufsbereite Eigentümer von Handelsimmobilien sei der Zeitpunkt für einen Exit derzeit günstig. (bk)

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