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1. Oktober 2009, 00:00
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Deutscher Wohnungsmarkt robust

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeigt sich im 1. Halbjahr 2009 von der weltweiten Wirtschaftskrise immer noch weitgehend unbeeindruckt. Das ist das Ergebnis der aktuellen Residential City Profiles, in denen die internationale Immobilienberatung Jones Lang LaSalle (JLL) die Entwicklungen innerhalb des 1. Halbjahres 2009 in den wichtigsten deutschen Wohnimmobilienmärkten untersucht.

In vier der acht von JLL untersuchten Städte sind die Schwerpunktmieten im 1. Halbjahr 2009 angestiegen. Mit Ausnahme von Köln liegen der Untersuchugn zufolge auch die Mieten der anderen Metropolen über dem Vorjahresniveau.

Die teuerste Stadt Deutschlands bleibt laut JLL mit 12,40 Euro pro Quadratmeter und Monat München. Den stärksten Mietpreissprung verzeichnet Hamburg und liegt nun im Ranking der Immmobilienberater vor Stuttgart auf dem dritten Platz. Im Vergleich zum Vorhalbjahr habe die Schwerpunktmiete in der Elbstadt auf 9,85 Euro pro Quadratmeter und Monat zulegen können. Die günstigsten Wohnstandorte blieben die Bundeshauptstadt Berlin und Leipzig.

Mehr als nur Stabilität

“Der Wohnimmobilienmarkt in den deutschen Großstädten zeigt sich nicht nur stabil. Mieten und Kaufpreise sind in Teilen weiter angestiegen”, so Stefan Mergen, Leiter Residential Valuation Deutschland bei JLL. Hierzu trage eine in Deutschland räumlich sehr differenzierte Bevölkerungsentwicklung bei. So kämpften auf der einen Seite Städte und Gemeinden in strukturschwachen und ländlichen Räumen mit dem Problem starker Abwanderungs- und Überalterungstendenzen. Die Großstädte erfahren laut JLL hingegen eine erhebliche Zuwanderung, einhergehend mit einer Einwohnerverjüngung sowie einem Wachstum speziell der Ein- und Zweipersonenhaushalte.

Diese Entwicklungen seien nicht wirklich neu. “Aber”, so Mergen weiter, “die notwendige Bautätigkeit in den Metropolen bleibt immer noch hinter dem Bedarf zurück, wodurch auch zukünftig die Mieten und Preise, zwar mit innerörtlichen Schwankungen, weiter steigen werden.”

Unterschiede bei Eigentums- und Mietwohnungen

Bei der Unterscheidung von Eigentumswohnungen und Mietwohnungen zeichnen sich nach JLL-Angaben entgegengesetzte Trends ab: Während in den hochpreisigen Standorten München und Frankfurt die Mieten im Vergleich zum Vorhalbjahr leicht abnehmen, zeigt sich in beiden ein Anstieg der Kaufpreise für Eigentumswohnungen. Demgegenüber sei sowohl die Miet- als auch die Kaufpreisentwicklung in den anderen untersuchten Städten von Stagnation oder Verteuerung gekennzeichnet. (te)

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