Anzeige
Anzeige
23. November 2009, 18:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hamburgs Wohnungsmieten wachsen ungebremst

Um fast acht Prozent – oder knapp 3,7 Prozent pro Jahr – sind die Neuvermietungsmieten im Hamburger Bestand frei finanzierter Wohnungen seit April 2007 angestiegen. Das hat die aktuelle Auswertung des vom Hamburger Beratungsunternehmen F+B Forschung und Beratung Mitte November herausgegebenen Marktmieten-Monitor für die Hansestadt ergeben.

Hafencity-127x150 in Hamburgs Wohnungsmieten wachsen ungebremst Im Vergleich zu 2005, also innerhalb von vier Jahren, liegt der Mietenanstieg F+B zufolge sogar bei zehn Prozent. Der Mietenanstieg habe sich trotz der Krise noch beschleunigt. Im gleichen Zeitraum hätten sich die allgemeinen Lebenshaltungskosten nur um 6,9 Prozent erhöht. Somit seien in Hamburg die Mieten bei Neuvermietung 1,5 mal stärker angestiegen als die Lebenshaltungskosten.

Im Rahmen der Untersuchung werden von den Hamburger Forschern seit 2005 die Mieten aller öffentlich angebotenen Wohnungen verglichen. Im vergangenen Jahr waren es laut F+B rund 50.000 Neuvermietungen. Zur besseren Vergleichbarkeit der Wohnungsangebote und Mieten benutzte man eigenen Angaben zufolge für die Analyse dieselben Methoden, die auch von Bundesbank und Statistischem Bundesamt für Immobilienindizes verwendet werden.

Eine Bestätigung der Analyse finde sich im neuen Hamburger Mietenspiegel 2009, der heute veröffentlicht wurde. Danach läge der Anstieg der Neuvermietungsmieten deutlich höher als die Mieterhöhungen, die der neue Hamburger Mietenspiegel im Vergleich zum Vormietenspiegel 2007 registrieren dürfte.

Damit werde einerseits die wichtige Schutzfunktion des Mietenspiegels in engen Märkten wie Hamburg für Bestandsmieter deutlich. Andererseits würden aber auch die Folgen des seit Jahren rückläufigen Wohnungsbaus und der damit verbundenen Wohnungsknappheit deutlich.

Die Wohnungsmarktforscher weisen daraufhin, das Leidtragende dieser Entwicklung der Neuvermietungsmieten vor allem zuwandernde Neumieter in Hamburg sind, die nach dem Senatskonzept “Wachsen mit Weitblick” für die Hansestadt gewonnen werden sollen. Leidtragende seien auch die Starter-Nachfrager, Haushalte also, die erstmals eine Wohnung suchten. Sie alle müssten deutlich höhere Mieten entrichten. Die Attraktivität Hamburgs, so F+B, könne darunter leiden. (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...