Anzeige
12. Januar 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

JLL: Krise erreicht Büromärkte

Die letzte Bastion ist gefallen – der deutsche Büromarkt, der bis Herbst 2008 von der relativ stabilen wirtschaftlichen Lage profitierte, wird den Konjunktur-Einbruch deutlich zu spüren bekommen. Zu diesem Schluss kommen die Experten des Immobilienberaters Jones Lang La Salle (JLL), Frankfurt.

In den letzten drei Monaten haben sich sämtliche für den Vermietungsmarkt wichtigen Indikatoren wie Indizes, Exporte, BIP-Wachstum sowie Erwerbstätigenzahl deutlich verschlechtert. Obwohl die Büromärkte sich 2008 noch vergleichsweise robust zeigten, fällt der Ausblick der Researcher für 2009 entsprechend pessimistisch aus.

Über die sechs deutschen Büroimmobilien-Hochburgen Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart und Hamburg hinweg wurden im abgelaufenen Jahr 2008 rund 2,9 Millionen Quadratmeter Bürofläche vermietet oder an Eigennutzer veräußert. Gegenüber 2007 entspricht dies einem Rückgang von knapp acht Prozent.

?Wie stark sich die Unsicherheiten bereits Platz geschaffen hatten, zeigt der Anteil der letzten drei Monate am Gesamtumsatz: Mit etwa 21 Prozent ist es das zweitniedrigste Quartalsergebnis der letzten 15 Jahre (2005: 20 Prozent). Es darf aber auch nicht übersehen werden, dass in der Historie des deutschen Büromarktes nur dreimal ein höheres Jahresumsatzvolumen als 2008 erzielt wurde?, so JLL- Research-Leiter Helge Scheunemann.

Bis auf Stuttgart mussten alle deutschen Hochburgen im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang hinnehmen: In München betrug er knapp sechs Prozent, in Hamburg und Berlin jeweils knapp sieben, in Frankfurt neun. Ein zweistelliges Minus von 16 Prozent verbuchte Düsseldorf. Stuttgart konnte mit einem Plus von acht Prozent als einzige Stadt zulegen, lag allerdings absoluten Volumen mit 183.000 Quadratmetern immer noch deutlich unter dem der anderen Städte.

Für 2009 rechnet JLL mit deutlich rückläufigen Umsätzen. Wie stark der Einbruch ausfalle, hänge von der tatsächlichen Entwicklung des Bruttoinlandprodukts ab. Bei einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent, ergebe sich bei den Büroflächen ein Umsatzrückgang von weiteren 17 Prozent auf 2,4 Millionen Quadratmeter, so die Analysten. Mit jedem weiteren Prozentpunkt mehr würde das Umsatzvolumen rein rechnerisch um weitere rund zehn Prozent nachgeben. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...