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3. August 2009, 00:00
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Offene Immo-Fonds büßen Rendite ein

Offene Immobilienfonds haben in 2008 weniger Rendite gebracht als im Vorjahr. Der vom Wiesbadener Datenlieferant IPD berechnete Performance-Index Ofix-10 weist für das vergangene Jahr eine durchschnittliche Rendite von 4,4 Prozent aus und liegt damit 1,7 Prozentpunkte unter den Rekordwerten aus 2007.

“Der nachlassende Anlageerfolg ist bei stabiler Netto-Cashflow-Rendite maßgeblich auf Abwertungen zurückzuführen”, erklärt IPD-Geschäftsführer Dr. Daniel Piazolo. Das Barometer folge damit der Abschwächung an den Vermietungs- und Investmentmärkten, bleibe aber dennoch über dem Zehn-Jahresdurchschnitt von 3,97 Prozent, so der IPD-Chef weiter.

Schwarzer Oktober verhagelt die Absatzbilanz

Im Ofix-10 sind offene Immobilien-Publikumsfonds gelistet, die eine Historie von mindestens zehn Jahren vorweisen. Es wurden 24 deutsche Portfolios ausgewertet, deren kumuliertes Fondsvermögen Ende letzten Jahres 75,1 Milliarden Euro betrug.

2008 sei, so Piazolo, ein Jahr voller Kontraste gewesen: “In den ersten sechs Monaten verbuchten die Fonds noch Netto-Mittelzuflüsse, die zweite Jahreshälfte war jedoch von deutlichen Abflüssen geprägt, wobei der Oktober mit einem Minus von 4,8 Milliarden Euro besonders hervorsticht.”

Volatilitätsgrad als Risikoindikator geeignet

Auffällig sei, dass Fonds mit geringer Volatilität von der Schließungswelle Ende Oktober nicht erfasst wurden. “Die meisten Fonds, die ihre Anteilsscheinrücknahme ausgesetzt haben, verzeichneten in den Vormonaten einen relativ starken Zuwachs des Fondsvermögens”, erläutert Piazolo.

Der Volatilitätsgrad des Fondsvolumens könne deshalb als Risikoindikator für eine potenzielle Fondsschließung gesehen werden.

Deutschland zurück im Visier der Investoren

Ein weiteres Ergebnis der Analyse ist, dass Deutschland als Anlageziel bei offenen Immobilienfonds wieder zunehmend gefragt ist. Nachdem die Investoren die Bundesrepublik 2006 und 2007 weitgehend verschmäht hatten, nutzten sie im vergangenen Jahr das abgekühlte Preisniveau, so die Studie.

So seien 2008 Netto-Mittel in Höhe von rund drei Milliarden Euro in deutschen Immobilien angelegt worden. Im Fokus standen dabei vor allem Einzelhandelsobjekte, aber auch Bürogebäude außerhalb der großen Metropolen. (hb)

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