18. Februar 2010, 15:05
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Eigenheimkauf: Zu wenig staatliche Förderung

Rund 40 Prozent der potenziellen Eigenheimkäufer können sich die eigenen vier Wände ohne staatliche Förderung nicht leisten. Dies geht aus einer aktuellen, repräsentativen Bevölkerungsumfrage der Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Allensbach Institut hervor, die der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen in Berlin vorstellte.

News-haus-rechner-shutt-127x150 in Eigenheimkauf: Zu wenig staatliche FörderungDemnach planen 1,5 Millionen Mieter in Deutschland, vor allem aus Mittel- und Großstädten, in den kommenden zwei bis drei Jahren Wohneigentum zu erwerben.

Mehr als 78 Prozent der Kaufwilligen sind junge Familien und Paare unter 45 Jahre. Rund 40 Prozent der angehenden Eigentümer geben an, dass sie diesen Wunsch ohne öffentliche Förderung nicht umsetzen können.

 in Eigenheimkauf: Zu wenig staatliche Förderung

Drei Viertel der Menschen, die schon heute Wohneigentum besitzen, haben für den Erwerb Fördermittel eingesetzt.

 in Eigenheimkauf: Zu wenig staatliche Förderung

38 Prozent der Bevölkerung befürworten eine Ausweitung der staatlichen Unterstützung.

 in Eigenheimkauf: Zu wenig staatliche FörderungAls Motive für den Kauf von Wohneigentum nennen die künftigen Bauherren und Immobilienkäufer vor allem vier Optionen: An erster Stelle steht der Wunsch, in den eigenen vier Wänden zu leben (79 Prozent), gefolgt von der Gestaltungsfreiheit (76 Prozent) und der Bedeutung einer Immobilie als Altersabsicherung (75 Prozent) sowie der Unabhängigkeit von einem Vermieter (74 Prozent).

„Wir brauchen einen adäquaten Ersatz für die Eigenheimzulage, der vor allem jungen Familien zugute kommt. Der 2008 eingeführte Wohn-Riester ist noch immer zu kompliziert und muss dringend vereinfacht werden“, betont BFW-Präsident Walter Rasch. Ein Problem sei, dass etwa bei einem berufsbedingten Wohnortwechsel die Immobilie bislang nicht vermietet werden darf. Wer seine Immobilie über Wohn-Riester erworben hat, muss sie entweder wieder verkaufen oder die Förderbeträge zurückzahlen. „Das ist in der heutigen Arbeitswelt, die von den Menschen viel Mobilität verlangt, absurd“, so Rasch.

Dabei hätte der Wohn-Riester laut Rasch Potenzial. Aktuell sind 200.000 Verträge abgeschlossen, und von den 13 Millionen anderen Formen von Riesterverträgen würde sich ein Viertel für den Kauf einer Immobilie eignen.

Darüber hinaus verweisen der BFW und andere Verbände der Immobilienwirtschaft die Politik auf die Notwendigkeit, vor dem Hintergrund des zunehmenden Mangels an bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen auch Investitionen von privaten Unternehmen in den Wohnungsbau zu stärken. (bk)

Foto: Shutterstock

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