Anzeige
Anzeige
13. Dezember 2010, 15:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Broker betrachten zu niedrige Tilgung als Fehler

Nach Meinung vieler Baufinanzierungvermittler könnten Immobilienkäufer und Häuslebauer das aktuelle Zinsumfeld bei Immobiliendarlehen deutlich besser nutzen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Immobilien- und Finanzierungsbrokers Planet Home unter 250 Vermittlern und Finanzdienstleistern. Der demnach am häufigsten gemachte Fehler: Eine zu geringe Tilgung.

Rechnerhaus-127x150 in Broker betrachten zu niedrige Tilgung als Fehler“34 Prozent der befragten Finanzexperten finden, dass Kunden derzeit zu niedrig tilgen”, sagt Ralf Smolak, Leiter Finanzvermittler bei Planet Home. Damit tappten viele Immobilienkäufer in zweifacher Hinsicht in die Tilgungsfalle. Denn: Erstens verzögere sich die Kreditrückführung bei einer niedrigen Tilgung um mehrere Jahre, wodurch Zinskosten in Höhe mehrerer tausend Euro anfielen. Zweitens riskierten Kreditnehmer, dass sie beim Auslaufen der ersten Zinsbindung einen Anschlusskredit über eine relativ hohe Restschuld aufnehmen müssen. Laut Studie glaubt jeder zehnte Vermittler, dass Kreditnehmer eine zu kurze Zinsbindung wählen.

“Wer hingegen von Anfang an hoch tilgt und eine lange Zinsbindung wählt, baut seinen Kredit schnell ab und sichert sich die historisch niedrigen Konditionen langfristig. Das senkt das gesamte Kreditrisiko”, kommentiert Smolak die Ergebnisse. Der zweithäufigste Fehler ist laut der Umfrage allerdings, dass die meisten Deutschen das Zinstief schlicht nicht nutzen. Vielen Bundesbürgern ist laut Planet Home nicht bewusst, dass Immobilienkredite in Deutschland im Jahr 2010 durch die Situation auf den Finanzmärkten im Durchschnitt so günstig sind wie nie zuvor. Laut Umfrage ist es aber ebenso möglich, dass nicht wenige Kunden das Zinstief ungenutzt lassen, weil sie auf noch günstigere Konditionen hoffen. Diese Einschätzung teilt immerhin fast jeder Fünfte der befragten Finanzdienstleister.

Wie die Erhebung gezeigt hat, machen Kreditnehmer aber auch einiges richtig. So sind lediglich fünf Prozent der Finanzexperten der Ansicht, dass sich Kunden durch das Zinstief zu höheren Darlehenssummen verleiten lassen. Nur zwei Prozent glauben, dass Kunden in der aktuellen Situation dazu neigen, überhöhte Immobilienpreise zu akzeptieren.

Die Umfrage wurde im Oktober unter 250 Maklern per Telefoninterview und Faxfragebogen durchgeführt. (te)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. […] den Originalbeitrag weiterlesen: Broker betrachten zu niedrige Tilgung als Fehler – Cash.Online … Tags:kunden, Leiter, tilgung, smolak, broker, der-befragten, leiter-finanzvermittler, Prozent, […]

    Pingback von Broker betrachten zu niedrige Tilgung als Fehler – Cash.Online … — 14. Dezember 2010 @ 22:10

  2. […] aktuelle Zinsumfeld bei Immobiliendarlehen deutlich besser nutzen. Das ergab eine aktuelle […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Broker betrachten zu niedrige Tilgung als Fehler | Mein besster Geldtipp — 13. Dezember 2010 @ 16:05

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...