Anzeige
Anzeige
30. November 2010, 13:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

King-Sturge-Index: Stabile Stimmung in der Immobilienbranche

Die Markteinschätzung der Immobilienbranche bleibt auch angesichts der aktuellen Schuldenkrise in der Eurozone weitgehend stabil. Der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index für den Monat November weist eine weiterhin positive Grundstimmung aus.

Haus-index2-shutt 34927417-127x150 in King-Sturge-Index: Stabile Stimmung in der Immobilienbranche Zwar ist das umfragebasierte Immobilienklima laut King Sturge erstmals seit Februar 2010 um 0,1 Prozent von 137,0 auf 136,9 Zählerpunkte gesunken, aber die Veränderung sei zu gering, als dass wirklich eine Bewegung ersichtlich wäre. Das Immobilienklima liege damit im sechsten Monat in Folge weit über dem Schwellenwert von 100 Punkten, der eine mehrheitlich positive Bewertung durch die rund 1.000 befragten Marktexperten anzeigt.

Der Indikator für Kauf- und Investmententscheidungen fällt leicht um zwei Prozent auf 143,2 Zähler (Vormonat: 146,1). Im gleichen Atemzug schätzen die Marktakteure im November das Potenzial bei den Erträgen beziehungsweise Mieten höher ein. Daher steige das Ertragsklima, der zweite Teilindikator des Immobilienklimas, um insgesamt zwei Prozent und erreiche mit 130,6 Zählerpunkten seinen höchsten Wert seit März 2010.

„Die Entwicklung des Immobilienklimas zeigt, dass die Zuversicht der Marktteilnehmer in die aktuelle Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau verharrt, die gestiegenen konjunkturellen Risiken jedoch einem weiteren Stimmungsaufschwung bei Nutzernachfrage und Mietentwicklung leicht entgegenstehen“, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland.

Im Segmentvergleich verzeichnen Büro- und Handelsimmobilienklima leichte Verluste um 1,2 und 0,4 Prozent, werden beide aber mehrheitlich positiv bewertet. Im November liegt das Büroklima bei 123,6 Zählern, das Handelklima bei 140,4. Das Industrieimmobilienklima verzeichnet mit 4,0 Prozent den größten Zuwachs und steht aktuell bei 129,6 Punkten. Einen neuen Höchststand seit Beginn der Erhebung im Januar 2008 erreichen Wohnimmobilien mit 164,5 Zählerpunkten.

Die zweite Komponente des King Sturge-Index, die auf der Auswertung harter Daten wie ifo-Geschäftszahlen, Dax, Dimax und Zinsentwicklung beruhende Immobilienkonjunktur, legt um 2,2 Prozent auf 204,6 Zählerpunkte zu (Vormonat: 200,1). Dies entspricht laut King Sturge etwa dem Niveau von Herbst 2007 bevor die Wirtschafts- und Finanzkrise ausbrach.

„Galt Deutschland in den vergangenen zehn Jahren als einer der wachstumsschwächsten Staaten Europas, sind wir nun plötzlich wieder das Wirtschaftswunderland“, resümiert Hettrich. „Allerdings sollten die Wachstumszahlen genauer betrachtet werden. Neben dem Einbruch des Bruttoinlandproduktes 2009 von 4,7 Prozent relativiert sich der Aufschwung von derzeit geschätzten 3,7 Prozent in diesem Jahr leicht, allerdings bleibt er vor der Situation anderer europäischer Länder deutlich positiv.“ Da der Aufschwung vor allem auf Exporte zurückginge, zeige sich, dass die Binnenkonjunktur noch immer deutlichen Nachholbedarf habe. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. […] Das Magazin cash berichtet über die den King Sturge Immobilienkonjunktur-Index für den Monat November. Demnach hat sich die Markteinschätzung der Immobilienbranche auch angesichts der aktuellen Schuldenkrise in der Eurozone weitgehend stabil gehalten. King-Sturge-Index: Stabile Stimmung in der Immobilienbranche […]

    Pingback von Interessante Links vom 03.12.2010: Gebäudesanierung, Immobilienkonjunktur, Bankberatung, Immobilienaktien | Baugeld News — 3. Dezember 2010 @ 17:27

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreiche Projekte von Project

Der Asset Manager Project Investment hat 2016 zusammen mit dem Partner Project Immobilien insgesamt fünf Wohnungsbauprojekte erfolgreich abgeschlossen und damit eine durchschnittliche Objektrendite von über zwölf Prozent auf das eingesetzte Kapital erzielt.

mehr ...

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...