Anzeige
Anzeige
7. Oktober 2010, 10:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohninvestment-Index AWI belegt Stimmungshoch

Die Gesamtstimmung für Investitionen in den Wohnungsneubau sowie in die Modernisierung und energetische Sanierung von Bestandsimmobilien hat sich laut dem Wohninvestment-Index AWI, den das Research des Maklerhauses Aengevelt entwickelt hat, seit dem Frühjahr bis heute deutlich um zwölf Indexpunkte verbessert. Damit ist der seit Beginn der Erhebung in 2008 höchste Wert erreicht.

Haus-index3-shutt 21041263-127x150 in Wohninvestment-Index AWI belegt Stimmungshoch“Allerdings”, so Markus Schmidt, Leiter Aengevelt-Research, “ist hierbei nach Wohnlagen zu differenzieren.” Erwarten beispielsweise 30 Prozent der Teilnehmer in einfachen Lagen eine Zunahme der Wohnungsleerstände, rechnen in mittleren Lagern nur noch elf Prozent und in guten bis sehr guten Lagen nur noch rund sechs Prozent mit einem Anstieg.

Immerhin 19 Prozent der Befragten rechnen selbst in den einfachen Lagen mit steigenden Wohnungsmieten. In mittleren beziehungsweise sehr guten Lagen trifft das sogar auf 49 Prozent beziehungsweise 68 Prozent der Befragten zu. Sinkende Mieten werden in den mittleren beziehungsweise sehr guten Lagen dagegen nahezu ausgeschlossen.

Hinsichtlich Investitionen in den Mietwohnungsneubau glauben dem Index zufolge 46 Prozent der Teilnehmer, dass diese in einfachen Wohnquartieren zurückgehen werden. In besseren Lagen gehen dagegen gut sechs von zehn Befragten von zunehmenden beziehungsweise zwei von zehn von unverändert hohen Investitionen aus.

Ein ähnliches Bild ergibt sich demnach im Teilsegment Eigentumswohnungen: gute Absatzchancen und steigende Verkaufspreise in den besseren Lagen, geringere Verkaufschancen verbunden mit fallendem Kaufpreisniveau an weniger privilegierten Standorten.

Einigkeit herrscht lediglich hinsichtlich der Betriebskosten: Hier gehen über alle Lagen hinweg rund 70 Prozent der Teilnehmer von einem Anstieg aus – allerdings mit unterschiedlichen Konsequenzen: in sehr guten und guten Lagen erwarten rund 77 Prozent steigende Investitionen in die Modernisierung und speziell die energetische Gebäudesanierung. Für die einfachen Lagen kommt gerade einmal jeder Dritte zu dieser Einschätzung. Hier ist im Sinne der Nachhaltigkeit im Interesse der Mietparteien und der Volkswirtschaft ein Umdenken unerlässlich. “Allerdings ist gerade in einfachen Lagen fraglich, ob sich die Investitionen in die energetische Sanierung ohne weiteres auf die Mieten umschlagen lassen”, gibt Schmidt zu bedenken.

Aengevelt hat den AWI für die qualifizierte wissenschaftliche Orientierungshilfe am Wohninvestmentmarkt entwickelt. Er erfasst Marktstimmungen und Trends. Dazu werden regelmäßig 200 Fachleute aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft befragt. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...