Anzeige
Anzeige
11. März 2011, 10:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierungszinsen legen weiter leicht zu

Die Baufinanzierungskosten sind Anfang 2011 weiter angestiegen, allerdings weniger stark als in den Vormonaten. Das zeigt die Januar-Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB), der monatlich auf Basis von rund zehntausend über die Europace-Plattform abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt wird und die Entwicklung zentraler Baufinanzierungs-Parameter widerspiegelt.

Gawarecki-127x150 in Baufinanzierungszinsen legen weiter leicht zu

Stephan Gawarecki, Dr. Klein

“Die Standardrate erhöhte sich um fünf Euro im Vergleich zum Dezember 2010 auf 775 Euro. Nachdem die Talsohle im September 2010 erreicht war, steht die Standardrate aktuell nahezu auf dem Niveau von April 2010. Im historischen Vergleich sind diese Kosten für ein Darlehen noch immer sehr gering. Für die nächsten Monate erwarten wir, gerade auch unter Berücksichtigung der jüngsten Zinsäußerungen der EZB jedoch einen weiteren Anstieg der Darlehenskosten”, kommentiert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG die aktuellen Trends in der Baufinanzierung und die Ergebnisse des DTB.

Gawarecki weiter: “Aufgrund der ansteigenden Finanzierungskosten tilgten Schuldner im Januar 2011 rund 3,37 Prozent weniger als noch im Vormonat. Der Tilgungssatz lag zum Jahresauftakt bei 1,72 Prozent. Der anfängliche Tilgungssatz reduziert sich bei gleichbleibenden Raten mit steigenden Zinsen. Dieser Trend lässt sich eindeutig aus den letzten Monaten ablesen. Viele Kunden steuern hierüber ihre tragbare, monatliche Belastung. Vergleicht man hingegen den aktuellen Tilgungssatz mit seinem Vorjahreswert von 1,52 Prozent, wird deutlich, dass die Kunden das günstigere Zinsniveau für höhere Tilgungen nutzten. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurden im Januar 2011 13,2 Prozent mehr getilgt.”

Nach DTB-Ergebnissen ist die traditionell meist bei rund zehn Jahren liegende Sollzinsbindung in den vergangenen Monaten angestiegen. Verantwortlich dafür seien die attraktiven Konditionen für lange Sollzinsbindungen und Sonderprogramme einzelner Banken gewesen. “Die entsprechenden Sondereffekte gibt es nun nicht mehr in dem Maße, so dass Kunden wieder kürzere Sollzinsbindungen wählen. Lange Sollzinsbindungen bedeuten aber auch lange Zinssicherheit. Wir empfehlen daher unseren Kunden, die darauf ausgerichteten Angebote unserer Bankpartner konsequent zu nutzen”, so Gawarecki.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe erhöhte sich gemäß DTB im Januar um 3.000 Euro auf rund 150.000 Euro. Dies sei der zweite starke Anstieg innerhalb von zwei Monaten (von November 2010 auf Dezember 2010 stieg die durchschnittliche Darlehenshöhe ebenfalls um 3.000 Euro). “Es ist zum einen anzunehmen, dass bonitätsschwache Haushalte, die eher kleinere Darlehen nachfragen, auf Grund der gestiegenen Zinsen von ihrer Finanzierung Abstand nehmen. Zum anderen gehen wir davon aus, dass der Anteil solventer Investoren, die Immobilien als Inflationsschutz oder Renditeobjekte favorisieren, gestiegen ist. So ist zum Beispiel zu beobachten, dass Immobilien in gefragten Großstadtlagen nur sehr kurz auf dem Markt sind und schnell Käufer finden” folgert der Dr. Klein-Chef.

Seite 2: Welche Darlehensarten und Beleihungsausläufe gewählt werden

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Pimco setzt verstärkt auf ESG

Der Investmentmanager Pimco hat auf globaler Ebene eine spezielle Plattform für Assets im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG) gestartet. 

mehr ...

Berater

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...