Anzeige
17. Oktober 2011, 14:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Globales Transaktionsvolumen bleibt hoch

Globale Gewerbeimmobilien-Direktinvestitionen belaufen sich nach Angaben der Immobilienberater Jones Lang LaSalle (JLL) im dritten Quartal 2011 auf 99 Milliarden US-Dollar. Das entspricht – trotz der Sorge um Staatsschulden und Konjunktur – einem einem Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Welt1-127x150 in Globales Transaktionsvolumen bleibt hochFür die ersten neun Monate 2011 lag das Wachstum laut JLL bei 43 Prozent, damit konnten 297 Milliarden US-Dollar notiert werden (Vorjahreszeitraum: 208 Milliarden US-Dollar). “Die Fundamentaldaten im Gewerbeimmobilienbereich sind relativ stark geblieben, die Anlageklasse Immobilie bekommt im Vergleich zu Aktien und Anleihen zunehmend Aufwind. Gleichzeitig gestaltet sich die Kreditfinanzierung schwieriger als zu Jahresbeginn. Die erwartete Steigerung der Nachfrage nach ‘Sekundär-Produkten’ ist ausgeblieben, Investoren sind nach wie fokussiert auf Core-Produkte mit hoher Vermietungsquote in spezifischen Märkten. Der Markt bleibt stark stimmungsabhängig. Die vorsichtige Stimmung führt zu Verzögerungen bei Dealabschlüssen und zu Schwankungen beim Transaktionsvolumen von Quartal zu Quartal”, so Arthur de Haast, Leiter der JLL-International Capital Group. Und weiter: “Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise und der Sorgen um das Wirtschaftswachstum, gehen wir für das Gesamtjahr 2011 von einem Transaktionsvolumen aus, das bis zu zehn Prozent unter unserer ursprünglichen Prognose von 440 Milliarden US-Dollar liegen könnte.”

In Europa bleiben die Transaktionsvolumina laut JLL auf hohem Niveau – trotz zunehmender Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung und um die Staatsverschuldung. 41 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal bedeuten ein Plus von 14  Prozent gegenüber den direkt vorangegangenen drei Monaten 2011, gleichzeitig ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2010. Einen spürbaren Anstieg verzeichnete Großbritannien, teilweise aufgrund einiger mit Verzögerung zustande gekommener Abschlüsse aus dem zweiten Quartal. Das Investoreninteresse in Deutschland, Frankreich und Skandinavien, die immer noch den Status eines “safe haven” haben, sowie in Polen und Russland, aufgrund des relativ starken Wirtschaftswachstums, bleibt hoch.

Im asiatisch-pazifischen Raum lag das Transaktionsvolumen im 3. Quartal 2011 den Zahlen der Immobilienberater zufolge bei 20 Milliarden US-Dollar – acht Prozent höher als im zweiten Quartal 2011 und drei Prozent höher als im dritten Quartal 2010. Allein auf dem größten asiatischen Markt Japan wurden demnach 4,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt. In China führte der Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu einem Quartalsvolumen von 2,8 Milliarden US-Dollar.

Gebremst zeigte sich im dritten Quartal der Markt in der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika). Im Vergleich zum sehr starken zweiten Quartal bedeutet das Volumen von 38 Milliarden US-Dollar ein Minus von 22 Prozent, allerdings ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2010. (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...