Anzeige
18. Oktober 2011, 15:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Offene Immobilienfonds: Schadensersatzansprüche vor der Verjährung

Die offenen Immobilienfonds machen seit Ausbruch der Finanzkrise in 2008 immer wieder durch zeitweise Schließungen von sich reden, vier Publikumsfonds befinden sich sogar inzwischen in der Abwicklung. Anlegeranwälte wollen nun Schadensersatz erstreiten.

Hammer-urteil-shutt 78222181-127x150 in Offene Immobilienfonds: Schadensersatzansprüche vor der VerjährungAllerdings gelte es, die Verjährungsfrist zu beachten. „Wer noch etwas tun will, muss schnellstens aktiv werden“, erklärt Kapitalmarktrechtler Klaus Nieding, Vorstand der Kanzlei Nieding+Barth und Partner des Rechtsanwalts-Joint-Ventures Protect Invest Alliance (PIA). Zum 31. Dezember 2011 drohe bei allen offenen Immobilienfonds (OIFs), deren Rücknahme in 2008 erstmals ausgesetzt wurde, die endgültige Verjährung der Ansprüche. Nieding+Barth will nach Informationen des „Handelsblatt“ insbesondere massiv gegen die Verwalterin des OIF Morgan Stanley P2 Value vorgehen, der sich seit Oktober 2010 in der Abwicklung befindet.

Grundlage für eventuelle Regressansprüche seien eine mögliche Falschberatung und fehlerhafte Prospektangaben. „In den Prospekten der Fondsgesellschaften finden sich Formulierungen wie ‚risikoloses Sparprodukt’. Diese offensichtlich falschen Zusicherungen waren für nahezu alle Investoren der Grund, die Anteile zu erwerben“, erläutert Bankrechtler Andreas Tilp, Gründer und Geschäftsführer der Tilp Rechtsanwaltsgesellschaft und ebenfalls PIA-Partner.

Die Schieflage der offenen Immobilienfonds sei für Anleger inzwischen zu einem kapitalen Schadensfall geworden. Aktuell liegen knapp 25 Milliarden Euro in den Fonds auf Eis, die die Rücknahme ihrer Anteile gestoppt haben. Die Anleger kommen gar nicht oder bei einem Verkauf über die Börse nur mit deutlichen Abschlägen an ihr Geld.

Den Käufern der Produkte wurden die Fonds oft als Alternative zu Sparprodukten verkauft – angeblich genauso sicher aber mit höherer Rendite ausgestattet und liquide wie ein Aktienfonds, bemängeln die Rechtsexperten. Sie wollen einen Schadensersatzanspruch erstreiten, der zur Rückabwicklung des gesamten Geschäfts führt. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...