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19. Dezember 2011, 10:42
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SEB Immoinvest verschiebt Öffnung

Die SEB Asset Management hat die für 2011 angekündigte Wiedereröffnung ihres aktuell von der Anteilsscheinrücknahme ausgesetzten offenen Immobilienfonds (OIF) SEB Immoinvest auf das kommende Jahr verschoben. 

Geschlossen-closed-top-teaser in SEB Immoinvest verschiebt Öffnung

Der 6,3 Milliarden Euro schwere Fonds muss nun bis spätestens Mai 2012 seine Pforten wieder öffnen, um nicht rückabgewickelt werden zu müssen. Nur wenige Tage zuvor hatten der OIF CS Euroreal die Wiedereröffnung verschoben und die DWS die Auflösung ihres Immobiliendachfonds “DB Immoflex” angekündigt. Das Management des SEB Immoinvest führt seine Entscheidung auf diese “aktuellen Ereignisse” sowie die sich zuspitzende Staatsschuldenkrise zurück. Dabei waren die bisherigen Bemühungen, über Verkäufe Liquidität für die geplante Wiedereröffnung zu generieren, eigenen Angaben zufolge durchaus erfolgreich. “Mit 14 Immobilienverkäufen in Summe oberhalb der Verkehrswerte liegt die Liquidität zum Jahresende bei rund 21 Prozent beziehungsweise rund 1,4 Milliarden Euro”, heißt es in einer Mitteilung. In der Branche geht man von einer für eine Wiedereröffnung benötigten Liquiditätsquote von 25 bis 30 Prozent aus.

Barbara-Knoflach-SEB-126x150 in SEB Immoinvest verschiebt Öffnung

Barbara Knoflach, SEB AM

Die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen hätten nun vor allem die Verkaufsgespräche rund um den Potsdamer Platz in Berlin unerwartet und unverhältnismäßig stark beeinflusst. Die Entscheidung über das weitere Verfahren sei daher auf das nächste Jahr verschoben worden. “Die Märkte sind mittlerweile unberechenbar geworden. Im Interesse aller Anleger – unabhängig ob langfristig orientiert oder rückgabewillig – steht der Werterhalt ihres Vermögens an oberster Stelle”, rechtfertigt Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management den Schritt. “Es tut mir leid, dass wir unser Ziel einer Wiedereröffnung in 2011 nicht erreicht haben. Ich bin mir meiner Verantwortung für das uns anvertraute Geld bewusst und bitte Sie um Ihr Vertrauen”, so ihr Appell.

Die Verkaufsverhandlungen über ausgewählte Immobilien liefen derweil unverändert weiter, so die Mitteilung. Ziel sei es weiterhin, auf Basis eines grundsoliden Immobilienportfolios in den Normalbetrieb zurückzukehren. (te)

Fotos: Shutterstock, SEB

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14 Kommentare

  1. Endlich hat Fr. Knoflach in ihrem letzten Interview mal klar gemacht was Sache ist: Der Fond wird abgewickelt werden, die Privatanlager werden deutliche Verluste hinnehmen müssen.
    So klare Aussagen gab es bislang selten.

    Kommentar von Carsten S. — 17. Februar 2012 @ 07:39

  2. Warum sollte der Fonds im Mai wiedereröffnen? Wenn das Management es 2 Jahre lang nicht auf die Reihe bekommen hat, warum dann ausgerechnet auf den letzten Drücker? Ich gehe leider davon aus, dass hier nichts mehr passiert und ich als Kleinanleger in die Röhre gucke. Danke Frau Knoflach.

    Kommentar von Birgit Schmidt — 3. Februar 2012 @ 16:56

  3. die institutionellen anleger haben sehr rechtzeitig ihr kapital 2010 abgezogen. ich als normalo (bin auf mein geld angewiesen) habe zu spät davon erfahren. Effekt: komme 2 jahre nicht an mein geld, und verliere vielleicht eine menge vielen dank für alles

    Kommentar von horst linßen — 1. Februar 2012 @ 10:47

  4. Ich kann mich voll und ganz meinen Vorredner anschließen.
    Vertraunen zu fordern setzt voraus das man/frau weiß was dieses Wort für uns bedeutet.
    Darauf zu warten bis wir ganz über den Tisch gezogen werden ist wohl hier eher der Wunsch.
    Liebe Frau Knoflach, Vertrauen muss man sich verdienen!
    Liebe Politiker (voran Frau Merkel) und liebe SEB ASS’s, danke das Ihr uns Kleinanleger so toll schützt durch die Schließung?!?
    Wie wird es im MAI 2012???

    Kommentar von GY — 25. Januar 2012 @ 09:35

  5. Mir kommen die Tränen, wenn ich lese, dass es Frau Knofloch leid tut, dass der Fond nicht geöffnet werden konnte. Sie bittet um Vertrauen. Ich glaube man tüftelt jetzt bei SEB darum, wo der Gewinn größer für die Gesellschaft ist, entweder bis Mai zu öffnen und die Kleinanleger wiehen ihr Geld ab, oder die Rückabwicklung, wobei der Anleger den Verlust macht. Seit Juni 2011 lobt sich SEB selber, dass sie für eine Öffnung voll im Programm sind. Nur 7 Tage nach der letzten Lobeshymne im Dezember scheiterte nun alles am Verkauf des Objektes Potsdammer Platz. SEB nie wieder!!!

    Kommentar von brigitte Schmidt — 11. Januar 2012 @ 11:11

  6. Frau Knoflach tut es leid, das der Fond nicht geöffnet wurde und bittet um Vertrauen. Es wird wohl so enden, dass die Kleinanleger, die ihr Erspartes SEB anvertraut hatten, zum grösten Teil in die Röhre gucken werden. Das Managment weiss auch, dass wenn geöffnet wird, die Kleinanleger alles veräussern werden un somit zwangsläufig die Liquilität auf null gefahren wird. Also wird man wohl Rückabwickeln. Die Gewinner sind dann wieder die Banken und Großanleger, die in diesem Fond zu Lasten der Kleinanleger herumgezockt haben. Auch wennn man heute die Seite des SEB Immoinvest öffnet, liest man immer noch über diesen guten, erttragsorientierten offenen Immobilienfond. Man ist nicht erlich zu den Kunden.

    Kommentar von Jürgen Schmidt — 11. Januar 2012 @ 08:46

  7. Gerade in der Zeit der Staatsschuldekriese und dem sinkenden Vertrauen zu Anleihen sind Sachwertanlagen gefragt. Schade, dass ausgerechnet der SEB Immoinvest unter den Spätfolgen INSTITUTIONELLER Zocker nach der Bankenkriese leidet. Gerade er wäre jetzt DAS Investment. Nun gehen wird mal davon aus, dass die Fondsgesellschaft der Immobilien fair bewertet hat, dann sollte man jetzt KAUFEN. Schnäppchenjäger auch börslich. Die einzige Frage ist eben noch offen : Wie viel Chash ist den im Fonds nötig, um dauerhaft eröffen zu können ? Leider weiß das niemand aber wäre der Fonds offen, dann wäre er jetzt der Renner. Schade, dass viele Berater eher die Panik schüren, statt sachlich zum Vertrauen beizutragen ! Ich habe lieber den Immoinvest, statt irgend ein festverzinsliches Papier dort sind die Risiken ungleich höher, wenn man mal die Infaltionsgefahr berücksichtigt oder gar den Ausfall von Staaten oder Banken erwägt.

    Kommentar von Alex Quint — 10. Januar 2012 @ 11:45

  8. Diese Taktik des hinhaltens wird sich rächen.Immer mehr Anleger stehen am Start und warten auf den Tag der Öffnung.Und Sie werden den Fond leerkaufen aus Angst Ihr Geld zu verlieren.Aber der Anleger hat schon verloren weil nur noch ein Bruchteil ausbezahlt werden kann.Aber zuerst muß die Chefetage das Geld unter sich aufteilen um dann die Abwicklung zu beantragen.

    Kommentar von Mike G. — 4. Januar 2012 @ 17:58

  9. Offene Immobilienfonds wurden jahrzehntelang mit Hilfe der Fondsgesellschaften insbesondere von Banken und Sparkassen als Kurzfristanlagen mißbraucht. Die Zeche zahlt wieder einmal der “Normalanleger”!

    Kommentar von werner lindl — 20. Dezember 2011 @ 18:39

  10. Ein offener Fond sollte eigentlich dem Namen alle Ehre machen…

    Kommentar von Jan Lanc — 20. Dezember 2011 @ 17:52

  11. Mal sehen, ob sie es bis Mai 2012 schaffen. Ich sehe da eher schwarz.

    Kommentar von Diana Mahlich — 20. Dezember 2011 @ 08:04

  12. Tja, diese Frau Knoflach…
    Alle hacken auf dem Wulff herum, aber niemand kümmert sich um die die geprellten Anleger. Das wäre doch mal einen Artikel wert.
    Wenn man SEIN Geld braucht, muß man einen kredit aufnehmen. Ganz schön clever von den Banken!

    Kommentar von Perlenfischerin — 19. Dezember 2011 @ 21:24

  13. Die erneute Verschiebung der Öffnung des Seb-Immoinvest zeigt
    deutlich, wie die Anleger mit Hilfe der Bafin abgezockt werden sollen: Wer etwas hat, ist immer im Visier der
    internationalen Hochfinanz, die in den USA sitzt und ständig darauf aus ist, abzusahnen.

    Kommentar von feistkorn — 19. Dezember 2011 @ 13:16

  14. Mir ist noch das Bild von Frau Knoflach in Erinnerung, wo Sie sich als Königin verkleidet in einem Wirtschaftsmageazin hat feiern lassen. Das ist Ausdruck von purer Großspurigkeit. Die Anleger sind mal wieder die Gekniffenen.

    Kommentar von TH — 19. Dezember 2011 @ 12:34

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