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25. November 2011, 09:42
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Zwei weitere Bundesländer erhöhen Grunderwerbssteuer

Die Bundesländer bitten Immobilienkäufer zur Kasse. Nachdem zahlreiche Länder 2011 bereits vorgeprescht sind, erhöhen ab dem 1. Januar und 1. März 2012  nun auch Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf fünf Prozent.

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Robert Anzenberger, Planet Home

Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und das Saarland haben bereits zum Jahreswechsel 2011 die Grunderwerbssteuer erhöht. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg müssen Immobilienkäufer seit Oktober beziehungsweise November tiefer in die Tasche greifen. “Besonders bei großen Objekten führt die Erhöhung zu Mehrkosten”, sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Finanzierungs- und Immobilienvermittlers Planet Home. Allein in Schleswig-Holstein verspricht sich das Finanzministerium Mehreinnahmen von 80 Millionen Euro pro Jahr. Jährlich nehmen die klammen Länder durch die Grunderwerbsteuer deutschlandweit rund fünf Milliarden Euro ein.

“Da es bei Immobilieninvestitionen um große Summen geht, macht sich die Steuererhöhung bemerkbar”, erläutert Anzenberger. Allerdings komme es auf das Vorhaben an. Bei einer kleinen Eigentumswohnung in Lübeck zum Kaufpreis von 120.000 Euro hielten sich die Effekte in Grenzen. Müssen Käufer bis Jahresende 4.200 Euro Grunderwerbsteuer zahlen, sind es ab 1. Januar 6.000 Euro. Kapitalanleger, die jedoch ein Mehrfamilienhaus für 1,3 Millionen Euro erwerben, müssen Mehrkosten von 19.500 Euro kalkulieren.

Obwohl die Steueraufwendungen zunehmen, sollten Käufer nach Angaben von Planet Home nicht übereilt handeln. “Durch einen überstürzten Immobilienkauf kann noch mehr Geld verloren gehen”, so Anzenberger.

Von 3,5 bis fünf Prozent – die Grunderwerbsteuer ab 2012 im Überblick:

· 3,5 Prozent: Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen,

· vier Prozent: Saarland

· 4,5 Prozent: Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt

· Fünf Prozent: Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Thüringen,

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (te)

Foto: Planet Home

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2 Kommentare

  1. Ist ja klar, kaum boomt die Branche will auch der Staat sein Stück vom Kuchen!

    Kommentar von Diana Mahlich — 30. November 2011 @ 23:31

  2. Früher unterschied man die Höhe der Grunderwerbsteuer in Eigennutz und Fremdvermietung. Diese Steuererhöhung ist politische und bürokratische Willkür sowie unausgewogen.
    Gerechter wäre es sie nach Erwerbskosten und nach Örtlichkeiten und nach der Verwertung aufzuteilen.
    So, wie jetzt werden in erster Linie Eigennutzer und Mieter bestraft.

    Kommentar von 08hacki — 29. November 2011 @ 19:04

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