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Cash. 06/2012


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Donnerstag, 26. Januar 2012

Europäische Büroimmobilien: Unterschiedliche Performance

Die europäische Leerstandsquote ist nach Angaben von JLL zum ersten Mal seit dem dritten Quartal 2009 unter die Zehn-Prozent-Marke gesunken und verzeichnete einen Rückgang um 20 Basispunkte auf 9,9 Prozent. Von den 24 Index-Städten zeigten 15 eine rückläufige Entwicklung. In Westeuropa war der Rückgang bei den Leerständen laut JLL maßgeblich zurückzuführen auf die Entwicklungen in den Büromärkten wie London, den deutschen Index-Städten mit Ausnahme von Frankfurt sowie Amsterdam und Stockholm. Die Veränderungen in Mittel- und Osteuropa seien größtenteils von Moskau und Budapest beeinflusst worden. Im Jahr 2012 wird sich die Leerstandsquote laut JLL weiter auf dem aktuellen Niveau bewegen. Die Fertigstellungspipeline für 2012 sehe europaweit 4,3 Millionen Quadratmeter vor – ein Volumen, das deutlich höher sei als im Vorjahr, aber immer noch 40 Prozent unter dem Fünf-Jahresschnitt liege.

Nachfrage der Käufer deutlich gestiegen

Auf den Investmentmärkten zeigte sich in 2011 laut JLL eine gestiegene Aktivität der Käufer. Insgesamt bewege sich das Transaktionsvolumen europaweit über 115 Milliarden Euro, entsprechend einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2010. Die anhaltende Vorliebe der Investoren für Core-Märkte und Märkte mit im Vergleich zu anderen Ländern robusteren konjunkturellen Rahmendaten hätten Skandinavien (plus 33 Prozent), Deutschland (plus 28 Prozent), Frankreich (plus 26 Prozent), Russland (plus 81 Prozent) und Polen (plus 33 Prozent) ein stärkeres Wachstum beschert.

Die gewichtete europäische Rendite für Büroimmobilien ist laut JLL marginal gestiegen. Bei weitgehend stabilen Mieten und Renditen hätten sich die Spitzenkapitalwerte für Büroimmobilien aggregiert über das vierte Quartal auf dem Niveau des Vorquartals (plus 0,1 Prozent), bewegt, im Jahresvergleich schlage ein Plus von 6,6 Prozent zu Buche.

“Solange der Fokus der Investoren auf Core-Assets gerichtet ist und die Kreditmärkte angespannt sind, dürften die Spitzenrenditen für Büroimmobilien unverändert bleiben, während die Renditen in anderen Marktsegmenten nachgeben werden”, so Staveley. Ein Kapitalwertwachstum werde auf die Märkte beschränkt sein, die bessere konjunkturelle Bedingungen und Vermietungsmärkte mit Mietpreiswachstum bieten. (bk)

Foto: Shutterstock

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