Gewerbeimmobilien: Weniger Transaktionen

Trotz des leicht abgeschwächten Transaktionsvolumens stuft Jones Lang LaSalle die Lage am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt als stabil ein. Insbesondere die Büroflächennachfrage stehe auf einem festen Fundament.

Büromarkt-Frankfurt-DeutschlandEntgegen den volatilen Rahmenbdingungen durch das Euro-Umfeld hätte sich der Markt als solide und weitgehend stabil präsentiert. Das Vertrauen in Deutschland sei nach wie vor hoch. „Safe Haven ist in aller Munde. Und wenn Anleger sich fragen, in welche Regionen und mit welchen Anlageformen noch investiert werden kann, kommen sie an Immobilien nicht vorbei“, so Dr. Frank Pörschke, CEO Jones Lang LaSalle Deutschland.

Auf dem deutschen Investmentmarkt habe sich nach einem regen ersten Quartal ein etwas abgeschwächtes Geschehen gezeigt. Das im zweiten Quartal in gewerblich genutzte Immobilien investierte Kapital lag mit 4,2 Milliarden Euro um rund eine Milliarde Euro hinter dem ersten Vierteljahr zurück. Für das gesamte erste Halbjahr summierte sich das Transaktionsvolumen damit auf etwa 9,4 Milliarden Euro. Das seien rund 16 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. „Trotz dieses Minus besteht aus unserer Sicht kein Grund zur Unruhe. Die Investorennachfrage ist nach wie vor stabil, und wir erwarten ein reges Investmentgeschehen im zweiten Halbjahr“, so Pörschke. „Unsere Ende 2011 ermittelte Prognose des Transaktionsvolumens für 2012 in Höhe von rund 23 Milliarden Euro halten wir nach wie vor aufrecht.“

Transaktionen: München und Stuttgart legten zu

Auf die sieben Metropolen entfiel laut JLL mit 5,13 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Volumens. Hier falle das Minus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 mit minus vier Prozent auf den ersten Blick auch moderater aus als im Gesamtmarkt. Allerdings: Während München und Stuttgart ihre Volumina deutlich erhöhen konnten, sind laut JLL in allen anderen Hochburgen Rückgänge im Zwölf-Monatsvergleich zu verzeichnen: minus 46 Prozent in Frankfurt, minus 30 Prozent in Köln und Düsseldorf, minus 26 Prozent in Hamburg und minus sieben Prozent in Berlin.

Der Anteil der gehandelten Büroobjekte am Gesamtvolumen blieb laut JLL mit 44 Prozent auch im zweiten Quartal auf einem hohen Niveau. Über das gesamte Halbjahr hinweg wechselten Büroimmobilien mit einem Volumen von 4,2 Milliarden Euro den Besitzer und damit rund 45 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011.

„Nach einem schwachen Jahresbeginn haben Einzelhandelsimmobilien entgegen dem Gesamttrend im Frühjahr leicht zugelegt“, so Jörg Ritter, Leiter Einzelhandels-Investment und -Vermietung Jones Lang LaSalle Deutschland. Sie kämen nun auf einen Anteil von 30 Prozent (2,9 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte davon entfiel auf den Verkauf von Shopping Centern. Es folgen Fachmarktzentren, die ihren Anteil auf aktuell 16 Prozent verdoppelten.

Seite 2: Hohes Interesse ausländischer Investoren

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