Anzeige
Anzeige
30. Juli 2012, 19:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierungskosten: Käufer setzen auf Sicherheit

Immobilienkäufer nutzen die sinkenden Finanzierungszinsen für einen Anstieg der Tilgung und setzen verstärkt auf langfristige Darlehen. Das ist ein Ergebnis des Trendindikators Baufinanzierung (DTB) des Finanzdienstleisters Dr. Klein.

ImmobilienfinanzierungFür den Monat Juni zeige der DTB bei sinkenden Zinsen einen Anstieg der anfänglichen Tilgung sowie eine Verlängerung der durchschnittlichen Sollzinsbindung auf. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus erreichte die Standardrate einen neuen Tiefstwert von 598 Euro. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Monatsrate für eine Finanzierung von 150.000 Euro bei zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihung und einer zehnjährigen Sollzinsbildung. Sie ist laut Dr. Klein 185 Euro niedriger als im Juni 2011 und liegt 35 Euro unter dem Vormonatswert von 633 Euro.

Die durchschnittliche Höhe der Finanzierungssumme sei im Juni auf 164.000 Euro gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 148.000 Euro. „Die anziehende Darlehenshöhe ist auf die wachsenden Kosten von Wohnimmobilien zurückzuführen“, kommentiert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. Nach den Ergebnissen des hauseigenen Europace Hauspreis-Index EPX hätten im Juni vor allem bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser starke Preissteigerungen erlebt, auch Neubauhäuser verzeichneten eine deutliche Preiszunahme. Dass der Beleihungsauslauf seinen Abwärtstrend des Vormonats fortsetzt und aktuell bei 77,24 Prozent liegt, zeigt laut Dr. Klein an, dass die gestiegene Darlehenshöhe durch einen niedrigeren Fremdkapital- und höheren Eigenkapitalanteil gedeckt werde.

„Da nach wie vor große Unsicherheit hinsichtlich der Euro-Schuldenkrise herrscht, nutzen Privat- wie Kapitalanleger Wohnimmobilien verstärkt als sichere Anlage für ihr Geld“, so Gawarecki.
 Aktuell liege der durchschnittliche Tilgungssatz bei 2,01 Prozent – vor einem Jahr noch bei 1,58 Prozent. Zudem setzen die Käufer verstärkt auf langfristige Darlehen: Mit 13 Jahren habe die durchschnittliche Sollzinsbindung einen neuen Höchststand erreicht. „Da die Baufinanzierungszinsen derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau sind und das Zinsänderungsrisiko von Anschlussfinanzierungen für die kommenden Jahre hoch ist, sind Darlehen mit sehr langen Zinsbindungen von 20 bis 30 Jahren zu empfehlen“, betont Gawarecki. Auch die Forward-Finanzierung, die nach einem Rückgang im Vormonat im Juni wieder anziehe und auf einen Anteil von 13,03 Prozent gestiegen sei (Vormonat: 10,34 Prozent) zeige, dass Immobilienbesitzer die Planungssicherheit schätzten. (bk)

Foto: Shutterstock

Immobilienfinanzierung

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ratingwissen-Tag: “Plausibilitätsprüfung nicht erforderlich”

Plausibilitätsprüfung und Vertriebsregulierung durch die EU-Richtlinie MiFID II zählten zu den Themen auf dem „15. Fondsrating-Tag/3. Assetmanagement-Tag“ des Veranstalters Ratingwissen am Mittwoch – mit einigen überraschenden Statements.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...