Anzeige
Anzeige
12. Januar 2012, 12:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hauspreis-Index gibt Ende 2011 leicht nach

Nach dem stetigen Aufwärtstrend der vergangenen Monate ist zum Jahresende 2011 einer der drei Teilindizes des vom Finanzdienstleister Hypoport ermittelten Hauspreisindex HPX gefallen. Durch den Rückgang bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern sinkt der Gesamtindex leicht um 0,18 Prozent auf 104,72 Punkte.

Hauspreisindex-127x150 in Hauspreis-Index gibt Ende 2011 leicht nachTrotz Rückgang (zum ersten Mal seit sechs Monaten) verharrt der HPX-Gesamtindex auf hohem Niveau. Der Dezemberwert ist der zweithöchste seit Auswertung des HPX. Die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sind dem HPX zufolge stark um 1,83 Prozent auf 96,7 Punkte gefallen. Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen mit der schwächsten Steigerung seit fünf Monaten den Wert von 111,98 Punkten. Dementgegen steigen die Preise für Eigentumswohnungen stark auf ein neues Allzeithoch von 105,48 Punkten. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Neubauten und Eigentumswohnungen habe laut Hypoport auch im Weihnachtsmonat für die Bedeutung des Betongoldes als Vermögensanlage gesprochen. Gute Zeiten sieht der Berliner Finanzdienstleister auch für Häuslebauer: Die anhaltende Niedrigzinsphase in der Immobilienfinanzierung mache trotz gestiegener Preise den Immobilienerwerb so günstig wie selten.

Die Bewertung und Prognose von Hypoport fällt wie folgt aus: “Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat: Eigenheimkredite für Politiker erregen die Aufmerksamkeit für Immobiliendarlehen auch in der breiten Öffentlichkeit. Ein Zusammenhang zu den Immobilienpreisen, die im HPX ausgewertet werden, ist jedoch nicht zu vermuten. Wahrscheinlicher ist, dass zu den stark fallenden Bestandspreisen und zur schwächeren Steigerung der Neubaupreise die erfahrungsgemäß ruhigeren Wintermonate beigetragen haben. Immobilienkäufer in Schleswig-Holstein, die sich im letzten Monat des Jahres für den Kauf entschieden haben, konnten noch von der bis 31. Dezember gültigen Grunderwerbssteuer profitieren. Ihr Satz wurde im Januar erhöht. Eine Erhöhung ist zum März ebenfalls in Rheinland-Pfalz sowie zum April in Berlin vorgesehen. Abzuwarten bleibt, inwiefern die stark steigenden Preise für Eigentumswohnungen ihren Aufwärtstrend auch im neuen Jahr fortsetzen. Deutschland profitiert währenddessen von der europäischen Staatsschulden- und Währungskrise: Deutsche Bundesanleihen sind sogar so stark nachgefragt, dass ihre Verzinsung zwischenzeitlich negativ war. Deutschland verdiente mit Schulden Geld. Stellt man dazu die deutsche Inflationsrate von rund 2,5 Prozent in Beziehung, wird die Besonderheit der aktuellen Zinssituation deutlich. Die Immobilienfinanzierungszinsen sind in der Folge weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Diese Zinslage kombiniert mit dem allgemein hohen Bedürfnis nach Sicherheit spricht auch zu Beginn des neuen Jahres für eine weiterhin hohe Immobiliennachfrage und somit für weiter steigende Preise. Spannend bleibt, wie lange die Unsicherheit am Markt und das allgemeine Niedrigzinsniveau bei längeren Kapitalmarktanlagen anhalten und die Immobilienfinanzierungszinsen dadurch auf dem niedrigen Niveau verharren.” (te)

Foto: Shutterstock


Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...