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31. Mai 2012, 11:30
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Immobilienmarkt Deutschland: Mittelgroße Städte überzeugen im Rendite-Risiko-Profil

Immobilieninvestitionen in B- und C-Städten haben ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis als Investitionen in A-Städten. Das zeigt ein Immobilienmarkt-Rating, das von der TLG Immobilien in Auftrag gegeben und von der Immobilienberatung Wüest & Partner durchgeführt wurde.

Immobilienmarkt Deutschland: Mittelgroße Städte überzeugen im Rendite-Risiko-Profil

Mittelstadt Braunschweig

Der Studie zufolge bieten B- und C-Städte bei gleichem Risiko höhere Renditen oder bei gleichen Renditen geringere Risiken. Um die Investitionschancen zu identifizieren, sei ob der geringeren Markt-Transparenz aber intensive Recherche oder lokales Know-how vonnöten.

Im Ergebnis sei bei den mittelgroßen Städten laut TLG deutlich zwischen Investitionschancen und -risiken zu unterscheiden. Die mitunter vorhandenen Trennlinien zwischen Nord- und Süddeutschland oder West- und Ostdeutschland lösten sich dabei zunehmend auf. „Investitionschancen in deutschen Mittelstädten hängen nicht primär von ihrer geografischen Lage, sondern von den jeweiligen wirtschaftlichen Besonderheiten vor Ort ab. Erst der Einbezug der Rendite zeigt die Investitionschancen und –risiken am Standort“, erläutert Karsten Jungk, Geschäftsführer von Wüest & Partner Deutschland. „Die Immobilienmärkte der Städte in der zweiten Reihe sind spannend. Vor allem für Investoren, die nicht mehr mit allen anderen um die Rosinen in den Metropolen konkurrieren möchten und dennoch ähnlich sichere Alternativen mit höheren Aufwärtspotenzial suchen“, kommentiert Niclas Karoff, Geschäftsführer der TLG Immobilien, das Ergebnis.

Allerdings, so die Untersuchung, wiesen die Immobilienmärkte von B- und C-Städten auch spezifische Risiken auf. „Die Immobilienmärkte der B- und C-Städte sind weniger liquide als die in den Metropolen. Zudem ist die Datenverfügbarkeit schlechter und große Investitionsobjekte lassen sich seltener finden“, fügt Geschäftsführer-Kollege Jochen-Konrad Fromme hinzu. Insbesondere die Büro- und Wohnungsmärkte in den Mittelstädten, so Fromme weiter, hätten dagegen den Vorteil, dass sie wesentlich geringeren Preisschwankungen ausgesetzt seien als in den großen Städten. „Wer eine risikoarme Immobilie in innerstädtischen Lagen sucht, findet solche Objekte nicht nur in den sieben Metropolen in Deutschland, sondern auch in vielen Mittelstädten im ganzen Bundesgebiet. Und das in vielen Fällen mit höheren Renditen – bei vergleichbaren Risiken“, sagt Karoff.

Die detaillierte Untersuchung hat die Chancen und Risiken für Immobilieninvestitionen in 25 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern außerhalb der A-Standorte ermittelt. Dazu wurden zuerst die statistischen und Immobilienmarktbezogenen Daten analysiert und anschließend ihre Risiko-Rendite-Profile getrennt nach den Nutzungen Wohnen, Büro und Einzelhandel ermittelt. Die Ergebnisse sind in den Grafiken anschaulich gemacht. (te)

Immobilienmarkt Deutschland: Mittelgroße Städte überzeugen im Rendite-Risiko-Profil

Immobilienmarkt Deutschland: Mittelgroße Städte überzeugen im Rendite-Risiko-Profil

Immobilienmarkt Deutschland: Mittelgroße Städte überzeugen im Rendite-Risiko-Profil

Foto: Shutterstock, Grafiken TLG/Wüst & Partner

3 Kommentare

  1. Die Studie sollte nun wirklich keinen überraschen. Jeder kauft gerne in den großen Metropolen aber weil das eben so ist gehen da auch die Preise hoch und die Rendite runter. Also ist eine B-Stadt die A-Stadt der Zukunft. Und erstmal viel attraktiver und eben interessanter von der Rendite.

    Kommentar von Jan Lanc — 11. Juli 2012 @ 12:52

  2. Wichtig bei Immobilien kaufen oder Wohnung kaufen ist vor allem, einen Profi bei der Vermittlung von renditeträchtigen Immobilien als Kapitalanlage an seiner Seite zu haben. Er sollte realisitsch beraten und auch auf Chancen und Risiken hinweisen können.

    Kommentar von Patrizia — 12. Juni 2012 @ 10:51

  3. Interessante Auswertung. Die Korrelation der Rendite-Risiko Daten ist ziemlich gut, ausser ein paar Ausreissern. Rendite ist ja relativ einfach zu berechnen, aber wie wurde denn das Risiko klassifiziert?

    Kommentar von Döbeln — 1. Juni 2012 @ 09:09

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