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10. Juli 2012, 15:45
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Markt ist zweigeteilt

Die offenen Immobilien-Publikumsfonds erzielten nach den Ergebnissen des Branchenindex Ofix im Juni eine Monatsrendite von minus 0,1 Prozent. Grund dafür sind vor allem die Performancewerte der in Abwicklung befindlichen Fonds.

offene ImmobilienfondsDer Subindex Ofix Deutschland schneidet nach Angaben der IPD Investment Property Databank mit plus 0,2 Prozent auf Monatssicht und plus 0,5 Prozent für das zweite Quartal 2012 deutlich besser ab als die Subindices der europäischen und der globalen Fonds, die über beide Perioden negativ rentieren. Erst auf Zehn-Jahres-Sicht übertreffe der Ofix Europa den Ofix Deutschland mit einer annualisierten Rendite von 3,1 Prozent im Vergleich zu 2,6 Prozent.

Auf Jahressicht erzielten nach Angaben der IPD zwölf der 13 für Anteilsscheinrückgaben offenen Immobilienfonds positive Renditen zwischen 0,3 und 5,3 Prozent, während sämtliche in Liquidation befindlichen Fonds über die vergangenen zwölf Monate Verluste zwischen minus 12,0 und minus 1,1 Prozent erwirtschafteten. „Die Tatsache, dass sämtliche in Liquidation befindlichen Fonds in den vergangenen zwölf Monaten niedrigere Renditen erzielten als der am schwächsten abschneidende Fonds der Gruppe der weiterhin am Markt aktiven Fonds zeigt einmal mehr, dass Liquidation und Renditeeinbruch Hand in Hand gehen,“ so Dr. Sebastian Gläsner, Leiter Fondsservices bei der IPD. Die acht in Liquidation befindlichen Fonds machen mit 21,5 Milliarden Euro Fondsvolumen knapp 29 Prozent des Gesamtmarkts der für Privatanleger verfügbaren Immobilien-Publikumsfonds aus. Dazu ergänzt Dr. Daniel Piazolo, Geschäftsführer der IPD GmbH: „Für über zwei Drittel des Marktes kann weder in Bezug auf die Renditeentwicklung noch in Bezug auf die Mittelflüsse von einer Krise gesprochen werden. Für die Investoren der in Liquidation befindlichen Fonds kann im Moment jedoch keine Entwarnung gegeben werden, hier setzt sich die schwache Renditeentwicklung der Vormonate fort.“ (bk)

Foto: Shutterstock

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