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11. Februar 2012, 09:00
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Studie: Wohneigentum derzeit bevorzugte Anlage

Die Deutschen setzen vor allem auf Sicherheit und würden ihr Kapital derzeit in erster Linie in Wohneigentum investieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des GfK Vereins, Nürnberg.

Haus-einkaufswagen2-shutt 5070589-127x150 in Studie: Wohneigentum derzeit bevorzugte Anlage Der Umfrage zufolge bewerten 77 Prozent der Bundesbürger eine Investition in eine eigene Wohnung oder ein Eigenheim als attraktiv oder sehr attraktiv. Das ergibt das aktuelle GfK-Investmentbarometer, das der GfK Verein regelmäßig zusammen mit dem Wall Street Journal Europe herausgibt. Befragt wurden Bürger in zehn westeuropäischen Ländern sowie den USA.

Mit dieser Einschätzung stehen die Deutschen nicht allein: In acht der insgesamt elf befragten Nationen gilt privates Wohneigentum ebenfalls als die attraktivste Anlageform – wobei nur Spanien mit etwas über 70 Prozent einen ähnlich hohen Wert wie Deutschland erreicht.

Auf Platz zwei der Attraktivitätsrangliste der Bundesbürger liegt mit 45 Prozent der Bausparvertrag, gefolgt von der betrieblichen Altersvorsorge (41 Prozent) und Gold (37 Prozent). Aktien rangieren dagegen mit acht Prozent am Ende der Skala. In den USA, Polen und Schweden dagegen halten jeweils etwa ein Viertel der Privatanleger diese Anlageform für attraktiv oder sehr attraktiv.

„Deutsche Anleger waren schon immer sehr sicherheitsbewusst. Dies hat sich durch die hohe Volatilität der Börse in den letzten Jahren noch verstärkt. Auch die Diskussion um die Stabilität des Euro führt dazu, dass risikoarme und an Sachwerten orientierte Anlageformen wie der Kauf einer Eigentumswohnung oder das Abschließen eines Bausparvertrags hoch attraktiv sind“, kommentiert Professor Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Die tatsächliche Vermögensverteilung der Deutschen weicht allerdings von dieser Rangfolge ab. Zwar liegt Wohneigentum auch real auf Platz eins, allerdings mit einem im europaweiten Vergleich relativ niedrigen Anteil von 45 Prozent. Das klassische Sparbuch, das nach der Attraktivitätsrangliste Platz neun belegen müsste, folgt in Deutschland dagegen an zweiter Stelle. 43 Prozent der Befragten haben derzeit ihr Geld dort angelegt. Insgesamt 31 Prozent der Privatanleger zahlen in einen Bausparvertrag ein, 28 Prozent legen Geld zu Hause beiseite und 25 Prozent investieren in eine private Kapitallebensversicherung. (bk)

Foto: Shutterstock

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