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15. Oktober 2012, 12:38
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„Solide Erträge als Basis“

Cash. sprach mit Andreas Lewandowski, Vorstand der Berliner Estavis AG, über die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens und Kriterien zum Objekteinkauf.

ImmobilienaktienDas Interview führte Barbara Kösling, Cash.

Die Estavis AG war bisher vor allem als Projektentwickler bekannt. Was soll sich künftig ändern?

Lewandowski: Wir stellen uns strategisch komplett neu auf und werden dazu den Bereich Projektentwicklung aufgeben. Ein Großteil der Grundstücke und Projekte ist bereits veräußert. Im Gegenzug wollen wir zu einem profitablen Bestandshalter werden.

Welche Portfoliogröße streben Sie an?

Lewandowski: Wir wollen unser Portfolio, das bisher ein Volumen von rund 60 Millionen Euro hatte, innerhalb von ein bis zwei Jahren auf circa 300 Millionen Euro vergrößern. Einen wichtigen Schritt dazu haben wir Ende September mit dem Ankauf eines Wohnimmobilienportfolios mit 3.100 Einheiten für rund 110 Millionen Euro getan.

Um was für Objekte handelt es sich?

Lewandowski: Es handelt sich um sechs Wohnanlagen aus den 70er- und 80er-Jahren mit einer Mietfläche von gut 200.000 Quadratmetern und einer Netto-Istmiete von über neun Millionen Euro pro Jahr. Wir konnten sie zum rund 12-Fachen der Jahres-Istmiete erwerben, was gerade für Berlin ein äußerst günstiger Kaufpreis ist.

Ist dies exemplarisch für künftige Zukäufe?

Lewandowski: Unsere Strategie besteht darin, günstige, große Bestandsobjekte zu erwerben, die von vornherein einen positiven Cashflow erbringen. Dieser erhöht unsere laufenden Einnahmen und damit unsere Eigenkapitalbasis für künftige Akquisitionen. Auf diese Weise wollen wir kontinuierlich wachsen. Wir machen uns damit im Gegensatz zu manch anderen Investoren in Wohnimmobilien nicht von künftig erhofften Wertsteigerungen abhängig.

Inwiefern?

Lewandowski: Da die Objekte bereits von vornherein eine attraktive Rendite erbringen, sind weitere Miet- und Wertsteigerungen erfreulich, aber keine Bedingung für die Rentabilität. Vielfach werden aktuell Immobilien zu sehr hohen Preise erworben, deren Anfangsrendite teilweise unter der Inflationsrate liegt.

Seite 2: Kriterien für den Objekteinkauf

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