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15. August 2012, 17:53
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EPX-Index: Starker Preisanstieg bei Eigentumswohnungen

Der Europace-Hauspreis-Index (EPX) hat seinen Aufwärtstrend im Juli fortgesetzt und ist zum dritten Mal in Folge gestiegen. Diese Entwicklung wird nach Angaben der Europace AG vor allem durch den Wohnungsmarkt getrieben.

WohnimmobilienDer EPX-Index legte im Juli um 0,75 Prozent zu und erreichte einen neuen Höchstwert von 107,02 Zählerpunkten. Damit liege er um 6,2 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Diese Entwicklung wird nach Angaben der Europace AG vor allem durch den Wohnungsmarkt getrieben.

Eigentumswohnungen haben sich demnach im Juli auf Bundesebene um 1,38 Prozent verteuert, nachdem ihr Einzelindex im Frühjahr stark zurückgegangen war und sich im Vormonat stabilisierte. Mit 108,14 Zählerpunkten nähere sich der Einzelindex für Eigentumswohnungen seinem Höchstwert aus dem März 2012 (109,57 Punkte), könne die jüngsten Verluste jedoch noch nicht vollständig ausgleichen. Die kommenden Monate werden laut Europace zeigen, ob sich eine Trendwende zu weiteren Preissteigerungen einstellt. Auf Jahressicht haben sich Eigentumswohnungen bundesweit mit einem Plus von 7,47 Prozent am stärksten verteuert. Damit liegen sie im Vergleich zum Vorjahresmonat vor Bestands- (5,67 Prozent) und Neubauhäusern (5,48 Prozent).

Auf dem Hausmarkt legte der Einzelindex für Bestandshäuser um 0,55 Prozent zu. Die Wachstumsdynamik von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern habe dagegen im Juli gegenüber dem Vormonat etwas nachgelassen und liege bei 0,34 Prozent. Trotz des nur moderaten Anstiegs habe der Einzelindex für neue Häuser mit 114,63 Zählern einen neuen Höchstwert erzielt. 
Abgesehen von einem leichten Rückgang im Februar 2012 nehme er zudem seit Mai 2011 kontinuierlich zu.

Der Einzelindex für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser setzte nach Angaben von Europace mit einem Plus von 0,55 Prozent setzt seine starke Wachstumstendenz den dritten Monat in Folge fort. Während er auf Dreimonatssicht mit einem Plus von 2,44 Prozent eine deutlichere Zunahme erzielt habe als neue Häuser (plus 1,43 Prozent) und Eigentumswohnungen (plus 1,08 Prozent), sei seine Entwicklung in den vergangenen Jahren stärker durch Auf- und Abwärtstendenzen geprägt gewesen.

In der Gesamtbewertung bewegt sich der EPX-Index nach Angaben von Europace seit mehr als zwei Jahren über seinem jeweiligen Vorjahresniveau. Dies treffe ebenso für Wohnungen wie neue Ein- und Zweifamilienhäuser zu. Allein bei den Bestandshäusern verlaufe die Preisentwicklung schwankender. Daher sprächen die Europace-Daten nicht für eine mögliche Immobilienblase, die derzeit in den Medien diskutiert werde, denn auf lange Sicht handele es sich um eine solide Wertentwicklung, die im Vergleich zu anderen internationalen Wohnimmobilienmärkten noch moderat sei. Der deutsche Wohnungs- und Hausmarkt sei jedoch von einer starken Heterogenität geprägt: Während in vielen wirtschaftlichen Ballungszentren die Nachfrage groß und die Preisanstiege stark sind, verlaufe die Entwicklung in einigen ländlichen Gegenden wesentlich moderater. (bk)

Foto: Shutterstock

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