IMX: Angebotspreise für Wohneigentum legen weiter zu

Die Angebotspreise für Wohnimmobilien sind nach den Ergebnissen des von Immobilienscout24 ermittelten Index IMX im August weiter angestiegen. Im Neubaubereich habe sich die Preisentwicklung allerdings ein wenig verlangsamt.

Demnach wurden Häuser und Wohnungen im Gebäudebestand um 0,2 und 0,5 Prozentpunkte teurer angeboten als Vormonat. Im Neubaubereich seien die Preise für Häuser um 0,4 und für Wohnungen um 0,2 Prozentpunkte und damit weniger stark als zuvor gestiegen. In manchen Märkten wie etwa Köln oder Berlin werden nach Aussage von Immobilienscout24 die teilweise starken Steigerungen der Vormonate leicht korrigiert.

„Abgesehen davon setzt sich die Hausse in den Wohnimmobilienmärkten weiter fort. Dafür sorgen billiges Baugeld und die Furcht vor einer drohenden Inflation“, sagt Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei Immobilienscout24. Und diese Entwicklung werde weiter zunehmen, da mit der neuen Strategie der EZB, wenn nötig Staatsanleihen kriselnder Euro-Mitglieder in unbegrenztem Ausmaß aufzukaufen, eine Geldentwertung wahrscheinlicher werde.

Auf Jahressicht betrachtet legten die Angebotspreise für Neubauwohnungen nach den Ergebnissen des IMX um sechs Prozentpunkte zu, für Wohnungen aus dem Bestand wurde sogar ein Zuwachs um 7,7 Prozentpunkte verzeichnet. Neue Wohnhäuser verteuerten sich in den vergangenen zwölf Monaten um 1,8 Prozentpunkte, Bestandsobjekte deutlich stärker um 5,4 Prozentpunkte.

„Die höchste Dynamik gibt es derzeit in den Wohnungsmärkten in Hamburg und München. Dort sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen allein im letzten Monat um 1,4 beziehungsweise 1,0 Prozentpunkte gestiegen“, sagt Kiefer. Aber auch in den anderen Metropolen zeige die entsprechende Preiskurve steil nach oben. Die einzige Ausnahme bilde Frankfurt. Nach zuletzt starken Steigerungen würden die Preise dort derzeit eine leichte Seitwärtsbewegung vollziehen.

Eine Trendwende ist laut Immobilienscout24 bei der Preisentwicklung in den Metropolen mittelfristig nicht zu erwarten. Insbesondere in den gefragten Lagen würden die verfügbaren Objekte immer knapper. Die größer werdende Lücke zwischen hoher Nachfrage und geringem Angebot könne auch die verstärkte Neubautätigkeit mittelfristig nicht schließen. (bk)

Foto: Shutterstock

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